in puncto DZB - 03 / 2019

03 2019

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

aller Anfang ist schwer, gerade weil er reich an Ideen und Fantasie sein sollte. Erst dann wohnt ihm auch viel besagter Zauber inne. Die Arbeit einer Kartografin beispielsweise steht am Anfang, bevor überhaupt taktile geografische Karten produziert werden können. Wir haben Anke Nordmann aus der Relieftechnik gefragt, was eine Kartografin eigentlich macht und was am Anfang ihrer Arbeit steht.

Viele Ideen und Geistesblitze braucht auch Antje Mönnig, Produktentwicklerin und Autorin des taktilen Klappbilderbuches „Fühl mal, ein Tier!“. Sie erzählt uns im Interview, woher sie die Inspiration für ihre Bücher nimmt und wie sie ihre Ideen umsetzt.

In der Buchbinderei der DZB trifft sie dabei auf echtes Handwerk. Hier werden Tausende von Brailleschriftbögen zu Büchern gebunden. Wir verraten Ihnen, wozu Fälzel da sind und was ein Falzbein ist.

Mit dieser Ausgabe, die zudem gefüllt ist mit Buch- und Kalenderempfehlungen, Kurznachrichten und Ideen, schicken wir Sie nun in einen – hoffentlich goldenen - Spätsommer. Eine informative und unterhaltsame Lektüre wünscht

Ihre DZB

Im Fokus

Deutschland im Mini-Format

Was macht eigentlich eine Kartografin in der DZB? Und was bedeutet Kartografie für taktile Medien? Ein Beitrag von Gabi Schulze.

Anke Nordmann zieht einen wuchtigen Ordner aus dem Regal und blättert darin. „Der Deutschlandatlas von 1995 bestand aus einfarbigen Reliefkarten ohne ein Koordinatensystem“, sagt sie. „So einen Atlas können sich sehende, blinde und sehbehinderte Menschen nicht gemeinsam anschauen. Und ohne Koordinaten muss man sich alles merken, was ertastet wird. Da ist der neue Deutschlandatlas mit seinen transparenten Reliefs und den darunter liegenden farbigen Karten das ganze Gegenteil und handlicher noch dazu.“

Anke Nordmann ist Kartografin und arbeitet in der DZB als Relieftechnikerin. Als sie 1999 in der DZB anfing, wurden die Pappen für die Matrizen (Vorlagen zur Vervielfältigung) noch von Hand geschnitten. Damals begann man gerade, den Europa-Atlas zu konzipieren. Sie traf sich in Gotha mit den Kartografen des Verlages, um erste Absprachen zu treffen. In Leipzig hat sie die Zeichnungen kontrolliert und alles das reduziert, was zu viel auf der Karte war.

Gründlich recherchieren und sorgfältig auswählen

Heute, beim neuen Deutschlandatlas, übernimmt sie die Kartografie der Karten selbst. Aber, was heißt das? Auf der Grundlage der Karten des Haack-Atlas und mithilfe einer Grafik-Design-Software erstellt sie neue generalisierte geografische Karten am Computer. Bei einer Generalisierung werden die Karteninhalte maßstabgetreu reduziert. Das ist notwendig, weil die haptische Wahrnehmung eine ganz andere als die visuelle ist und mit dem Finger viel weniger erfassbar ist als mit dem Auge.

Die Kartografin schließt unwichtige Informationen von der Darstellung aus und schafft Platz für wichtige. Sie entscheidet, welche geografischen Inhalte auf die Karten kommen. Regel Nummer 1: Die taktilen und die farbigen Karten müssen trotz ihrer Informationsdichte sowohl mit dem Finger als auch mit dem Auge gut lesbar und verständlich sein. Die Auswahl erfolgt vor allem nach der Größe der darzustellenden Objekte, wie z. B. der Städte nach Einwohnerzahl, der Flüsse, Seen, Meere, Inseln und Gebirge. Dabei sichtet die Kartografin bestehendes Kartenmaterial, recherchiert in Lexika und Statistiken.

Und wie werden nun Städte, Grenzen, Seen und Berge dargestellt? Anke Nordmann geht an ihren Rechner, ruft ihre Grafik-Software auf und zeigt, wie beispielsweise Staatsgrenzen mit roter Linie, innerstaatliche Grenzen mit gepunkteter Linie, Städte als unterschiedlich große Punkte, Berge als Dreiecke, Kanäle mit kammförmiger Linie usw. digitalisiert werden. Sogar die Höhenschichten vom Flachland bis in die Gebirge kann sie wiedergeben. Hier ist äußerst genaues Arbeiten sehr wichtig.

Gut verständlich mit Register und Legende

Für Sehende und Sehbehinderte sind die Karten sicher gut lesbar. Aber für blinde Menschen? Die Kartografin holt die geografische Karte des Bundeslandes Sachsen hervor und zeigt ein transparentes Relief. Sie fährt mit ihren Fingern über die unterschiedlichen Schichten und weist auf die dreieckigen Symbole und die unterschiedlich großen Punkte hin. „Die taktilen Symbole und Linien müssen sich gut voneinander unterscheiden. Sie sind in der Legende erklärt. Das ist für die bessere Lesbarkeit erforderlich“, erläutert sie. Auch gäbe es eindeutige Regeln für die Brailleschrift und deren Tastabstände zu Symbolen. Dann macht Anke Nordmann auf das Koordinatensystem am waagerechten und senkrechten Rand der taktilen Karten aufmerksam. „Mithilfe der Koordinaten und einem Register sind die Namen von Stadt, Fluss und Co. relativ schnell auffindbar“, erklärt sie. „Aus Platzmangel können sie auf der taktilen Karte nicht in Brailleschrift ausgeschrieben werden. Die Abkürzungen werden aber im Register aufgeschlüsselt.“

Das Generalisieren der Karten ist der erste Arbeitsschritt bei der Herstellung von Atlanten, viele andere folgen. So werden auf dieser Grundlage Matrizen gebaut und Reliefs tiefgezogen. Eine sehr arbeits- und zeitintensive Produktion. Doch der Arbeitsaufwand lohnt sich auch in Zeiten digitaler Navigation. Taktile Atlanten werden vor allem von Schulen bestellt und im Unterricht eingesetzt. Und wer Geografie als Kind schon cool fand, der wird auch später die Freude am taktilen Erkunden von geografischen Karten nicht verlieren.
So geht es auch Anke Nordmann, die ihre Liebe zur Kartografie in die Reliefs einfließen lässt. Bei ihrer Arbeit reist sie in Gedanken durch Stadt und Land und kennt dabei keine Grenzen.

Verschenken oder selbst behalten

Um Übersichtlichkeit und Platz zu schaffen, besteht der Deutschlandatlas aus einer Gesamtkarte mit allen Bundesländern und zusätzlichen Karten für jedes Bundesland. Diese sind auch einzeln zu kaufen. Wir bieten den Atlas kombiniert (transparentes Relief und farbige Karte), im Relief oder nur als farbige Karte im MAXI-Druck an.

Zudem gibt es bei uns einen Deutschlandatlas für Einsteiger, d. h. für Schüler und Menschen, die wenig Erfahrung mit taktilen Karten haben. Hier wurden die Karten auf wesentliche geografische Angaben noch mehr reduziert.

Weitere Informationen und Preise: www.dzblesen.de (Verkauf/Reliefs/Geografische Karten)
Bestellungen unter: 0341 7113119 und verkauf@dzblesen.de

Wo handwerkliches Geschick und Präzision gefragt sind

Bücher von Hand hergestellt – gibt’s das noch? Aber sicher. In der DZB geht es gar nicht anders. Buchbinderinnen, die das Handwerk von der Pike auf gelernt haben, fertigen Braillebücher und viele andere Produkte in kleinen Auflagen an. Gabi Schulze hat sich umgeschaut.

In der Buchbinderei riecht es nach Leim. Auf großen Tischbänken stapeln sich geheftete Buchblöcke, die auf ihre Weiterverarbeitung warten. Daneben liegen Umschlagpapier und Pappen in derselben Größe. Eine Kiste mit Fälzeln steht an der Fadenheftmaschine. Ein schwerer gusseiserner Planscheider, eine neue Schneidemaschine und Prägepressen säumen die Gänge. „Das hier ist unser Planschneider. Er ist schon etwas in die Jahre gekommen. Weil er für das Buchbinden so wichtig ist, wird er bald gegen eine neue Schneidemaschine ausgetauscht“, erzählt Frank Becker, der Leiter der Buchbinderei/Druckerei in der DZB. „Mit dem Planschneider wird Papier, Pappe und Kunststoff auf Format geschnitten. Hier bekommen die Kalender, die Seiten der Reliefkinderbücher, aber auch die Brailleschrift-Alphabete ihren Schnitt.“

Zurzeit haben die drei Buchbinderinnen alle Hände voll zu tun. Das zweite Klappbilderbuch der Reihe „Klapperlapapp“ wird mit einer Stanzung und Ringbindung versehen. „Fühl mal, ein Tier!“ erscheint in einer Auflagenhöhe von 200 Exemplaren. Gerade fertiggestellt wurde eine weitere Auflage des handwerklich sehr aufwändigen tastbaren Kinderbuchs „Der Grüffelo“. Ein weiteres taktiles Bilderbuch, „Meine Stadt – My City“, wurde konfektioniert. Einige Kalender in Brailleschrift und MAXI-Druck aus dem Sortiment 2020 liegen schon bereit. Sie müssen gelocht und mit einer Ringbindung versehen werden.

Aus der Industrie ins Handwerk

„In der DZB werden die Bücher in kleinen Stückzahlen hergestellt und deshalb handwerklich gebunden. Die Buchbinderinnen haben ihr Handwerk von der Pike auf gelernt“, erzählt Frank Becker. Er ist noch nicht lange in der DZB. Davor hat er Maschinenbauer im Leipziger Buchbindereimaschinenwerk gelernt, war dann als Servicetechniker für Buchbindereimaschinen weltweit unterwegs und arbeitete in verschiedenen Buchbindereien als Maschinenführer und später in leitenden Positionen. Außerdem hat er Lehrlinge als Buchbinder ausgebildet. „Ich habe mich 2018 als Leiter der Buchbinderei/Druckerei in der DZB beworben, weil mich als Buchbinder aus dem Industriebereich die Stelle im Handwerk wirklich reizte.“ Die meisten Bücher werden heute maschinell hergestellt. Nur wenige, meist kleine Buchauflagen, so wie in der DZB, werden in Handarbeit gebunden. Auf die Frage, welche Fähigkeiten ein Buchbinder mitbringen sollte, weiß Frank Becker sofort eine Antwort: handwerkliches Geschick, Kreativität, Präzision, Geduld und Interesse am Buch sei ganz wichtig.

Simpel, aber wichtig: das Falzbein

Für jeden Arbeitsvorgang beim Buchbinden gibt es spezielle Geräte und Maschinen. Zum Beispiel Prägepressen für Brailleschrift- bzw. Goldprägung oder Maschinen zum Runden des Buchrückens, Stanzen zum Lochen und Bindegeräte für die Ringbindung. Erst vor kurzem wurde eine neue effektivere Stanze für die Kalender- und Broschurproduktion angeschafft. „Die älteste Maschine in der Buchbinderei ist ohne Zweifel die Fadenheftmaschine aus den 50er Jahren“, erzählt Frank Becker. „Hier werden die gefalzten Bögen durch textile Fäden und Gaze miteinander verbunden und so zu einem Buchblock zusammengefügt. Fälzel zwischen den Bögen verhindern, dass die Punkte der Brailleschrift zerdrückt werden.“ Wichtigstes Werkzeug eines Buchbinders bei der Papierverarbeitung ist jedoch ein ganz simpler Gegenstand: das Falzbein. Es ist ganz flach und glatt, an dem einen Ende spitz, dem anderen rund. Mit dem spitzen Ende fährt man entlang eines Lineals eine Rille in das Papier, das sich dadurch leicht falten lässt. Danach zieht man das runde Ende des Falzbeins mit etwas Druck darüber und es entsteht ein sauberer Falz. Früher wurde das Falzbein aus einem Stück Rinderbein- oder Walknochen gefertigt. Heute besteht es oft aus Kunststoff.

Leimen, Pressen, Prägen

Die Produktion eines einzelnen Buches dauert mehrere Tage. Es werden aber meist einige Exemplare gleichzeitig gebunden. Dazu gehört, dass man die Buchdecken mit einem Vorsatzpapier anleimt und danach presst. Der Buchrücken besteht aus Gewebe, in die Braille- und Normalschrift geprägt wurde. Zum Schluss wird der gerundete Buchblock in die vorbereitete Decke eingehangen und geleimt. Zu einem Band können maximal 180 Seiten (Vorder- und Rückseite) gebunden werden.

„Im letzten Jahr wurden bei uns 3,9 Millionen Brailleschriftseiten gebunden, 27,4 Tonnen Papier bedruckt und es entstanden 3800 fadengeheftete Bücher“, berichtet Frank Becker und streicht über ein frisch gebundenes Buch. Hier ist Handwerkskunst gefragt und jedes Braillebuch ein wahrer Schatz.

125 Jahre DZB

Die DZB in der DDR

In der DDR entwickelte sich die DZB zu einer staatlichen Organisation mit hohem Professionalitätsgrad und großer gesellschaftlicher Akzeptanz, die aber durchgängig mit Schwierigkeiten bezüglich der Materialbeschaffung zu kämpfen hatte. Ein Beitrag von Jana Weber.

Nach Ende des 2. Weltkrieges war ein Großteil der Bestände vernichtet. Nur ein Bruchteil der bisherigen Braillebücher blieb nach der Aussonderung der spezifisch nazistischen und Kriegsliteratur nutzbar. Mit Genehmigung der sowjetischen Militäradministration als zuständiger Organisation wurde die DZB relativ schnell wiedereröffnet. So konnte sie den Neubeginn wagen.

Trotzdem waren die zutiefst provisorischen Verhältnisse eher mit der Situation kurz nach der Gründung im Kaiserreich zu vergleichen als mit der gut strukturierten Organisation, die Lomnitz-Klamroth im Laufe der Jahrzehnte geschaffen hatte. Die Mitarbeiterzahl wuchs, trotzdem stand nur eine selbst unter widrigen Bedingungen umgebaute Tiegeldruckpresse zur Verfügung.

Als sich die gesellschaftlichen Verhältnisse zu stabilisieren begannen und die Gründung der DDR 1949 nahte, wandelten sich auch die Verhältnisse der DZB. Sie war nicht länger auf spärlich eingehende Spenden angewiesen, sondern stellte einen Haushaltsplan auf, der durch verschiedene staatliche und gesellschaftliche Organe gedeckt wurde und sich schließlich zu einem Plan des Wiederaufbaus entwickelte, durch den die DZB finanziell deutlich sicherer aufgestellt war. Die Träger und Beiträge zur Finanzierung wechselten relativ häufig, es waren jedoch immer staatliche Organe, bevor die DZB 1955 endgültig dem Ministerium für Kultur (MfK) der DDR unterstellt wurde. Ein Versuch des Blindenverbandes der DDR, seinen Einfluss auszuweiten und die DZB als Träger zu übernehmen, scheiterte an zahlreichen Widerständen sowie politischen Klüngeleien. So blieb die enge staatliche Anbindung bestehen.

Generell entwickelte sich das Blindenwesen der DDR so, dass eine Versorgung blinder Menschen mit Literatur nicht als freiwillige Wohltätigkeit angesehen wurde, sondern als gesellschaftliche Aufgabe mit entsprechender Finanzierung durch staatliche Institutionen. Außerdem musste sich die DZB zum ersten Mal keine Gedanken um die Konkurrenz aus Marburg oder Hamburg machen, da es für blinde Menschen in der DDR prinzipiell nicht möglich war, Bücher direkt von diesen Bibliotheken zu beziehen.

Die Direktoren

Während des Bestehens der DDR hatte die DZB drei verschiedene Direktoren – alle Männer, alle blind, alle enorm unterschiedlich. Max Schöffler hatte in der sowjetischen Besatzungszone kommissarisch die Leitung der DZB inne und bekam sie nach Gründung der DDR schließlich voll übertragen. Er war Kommunist und in der Zeit des Nationalsozialismus für seine politische Einstellung und Arbeit gegängelt worden. 1957 fiel er auch in der DDR in Ungnade: Schöffler war ein Verfechter der Vereinigung beider deutscher Staaten und brachte dies klar zum Ausdruck. Dies nahm man zum Anlass, ihn zu entlassen: Damit war seine Karriere beendet. Der nachfolgende Herbert Jakob erwies sich als deutlich kompromissbereiter und kam nicht in Konflikt mit Obrigkeiten. Er fungierte bis zu seinem Tod als Direktor der DZB und wurde von Siegfried Tschirner abgelöst, der die DZB über das Ende der DDR hinaus leitete.

Produktionsbedingungen

Die Schwierigkeiten mit zu kleinen Räumlichkeiten sind eine Grundkonstante in der gesamten Geschichte der DZB seit dem Kaiserreich. Die Unterbringung nach dem Krieg blieb provisorisch, bis man 1954 in das bis heute genutzte Gebäude in der Gustav-Adolf-Straße 7 zog, das 1963 nach zahlreichen baulichen Problemen um zwei Anbauten erweitert wurde.

Unabhängig davon fanden in der Herstellung der Blindenschrift immer wieder moderate Modernisierungen statt, Punziermaschinen und Rotationspressen wurden im Laufe der Jahre nach und nach mithilfe staatlicher Gelder und jeder Menge Geduld ersetzt und erneuert. Ende der 1980er konnte z.B. eine Schnelldruckanlage beschafft werden, die es ermöglichte, Braille-Texte am PC vorzubereiten.

1956 richtete die DZB ein eigenes Tonstudio ein, das zunächst auf Tonband, später auf Kassette Hörstücke des Rundfunks übernahm und eigene Hörbücher mit professionellen Sprechern produzierte. Hier war jedes Jahr ein steiler Anstieg an Ausleihen zu verzeichnen, da erstmals auch für Menschen, die keine Brailleschrift lesen konnten, Literatur zugänglich wurde. Gleichzeitig fand die Arbeit aber unter erschwerten Bedingungen statt: Die Kassetten waren zum Teil mehrfach besprochen und geschnitten. Es gab Lieferengpässe und generell war die Qualität des Materials schlecht. Leichte Verbesserungen wurden 1963 erreicht, als das Studio in einen neuen Anbau des Gebäudes in der Gustav-Adolf-Straße umziehen und eine zusätzliche Kopieranlage unterbringen konnte. Ebenfalls in den 1950ern begann die DZB, Reliefs vor allem für den Unterricht an Blindenschulen herzustellen, ab 1971 auch Großdruck. Es gab aber in allen Bereichen Probleme, weil Materialien von ungenügender Qualität und zu viel oder zu wenig davon vorhanden waren. Besonders deutlich zeigten sich diese Probleme vor allem in den 1980ern, da Papier sich zur Mangelware entwickelte und auch das zugeteilte Papierkontingent nicht mehr in Gänze geliefert wurde.

Programm

Im Gegensatz zu anderen Verlagen in der DDR, die mit staatlicher Zensur sowie Selbstzensur der Lektoren und Verlagsleiter zu kämpfen hatten, war die DZB in diesem Gebiet gut gerüstet: Zum einen war man als Nachdruckverlag dazu befugt, alle in der DDR gedruckten Bücher herzustellen, zum anderen war keiner der staatlichen „Begutachter“ der Brailleschrift mächtig, wodurch die DZB im Gegensatz zu anderen Verlagen und Bibliotheken einer Säuberung der Bestände von politisch unliebsam gewordenen Autoren mehrfach umgehen konnte. Nichtsdestotrotz mussten die zu produzierenden Bücher in einem Jahresplan aufgestellt und vom MfK genehmigt werden, wodurch es zu großen zeitlichen Abständen zwischen den Schwarzschrift- und den Nachdrucktiteln der DZB kam und blinde Leser und Hörer meist ein oder sogar mehrere Jahre auf aktuelle Titel warten mussten.

Kurz gemeldet

Internationales Treffen der Braillenoten-Experten in Genf

Vom 28. bis 29. Mai 2019 fand in Genf das DAISY-Music-Braille-Meeting statt. Es wurde vom DAISY Consortium im Rahmen des Projektes Music Braille organisiert. Vertreter von Einrichtungen aus aller Welt, die Noten übertragen und Softwarelösungen anbieten, trafen sich zum Erfahrungsaustausch. Aus der DZB nahmen Prof. Dr. Thomas Kahlisch, Direktor, Hannes Kaden, Produktionsleiter, und Matthias Leopold, Entwickler der Notenübertragungssoftware „Hodder“ teil. Ziel des Projektes ist es, mehr blinden Menschen den Zugang zu Braillenoten zu ermöglichen und die Übertragungsmöglichkeiten zu vereinfachen.

Geschenktipp: Zum Erinnern, Schwärmen und Träumen

Das Klappbuch „Der Nostalg-o-mat“ vertreibt Langeweile auf Partys und Familienfeiern. Es lädt zu anregenden, lustigen und manchmal auch kontroversen Gesprächen ein. Jede Seite des Buches besteht aus drei voneinander getrennten Teilen. Deren Textblöcke ergeben beim Blättern der Seiten unterschiedliche Sätze, wie beispielsweise „Mein erster Kuss – war mit Abstand betrachtet – wie Geburtstag und Weihnachten zusammen“. Solche Sätze regen zum Erinnern an: Wie war das doch gleich bei mir? Und wie war das bei dir? Vergangene Erlebnisse werden zum Leben erweckt. Man tauscht Erinnerungen aus und es entsteht eine Gesprächsrunde, die zum Nachdenken, Träumen, Lachen und Erzählen ermuntert.

Der Nostalg-o-mat bringt Generationen am Familientisch zusammen und Freunde erfahren mehr voneinander.
Weitere Informationen unter www.dzblesen.de

Grischa Rodust: Der Nostalg-o-mat: Tausende Erinnerungen zum Lieben, Diskutieren und Manipulieren
1 Broschur, Vollschrift und MAXI-Druck, 21 Punkt, Ausleihe 18649, Verkauf 9689, 15 Euro

Mehr Hörbücher für Sie

Was haben der aktuelle Roman von Tom Coraghessan Boyle „Das Licht“, Michelle Obamas Autobiografie „Becoming“ und Daniel Specks Bestseller „Piccola Sicilia“ gemeinsam? Alle drei sind auch als Hörbücher des deutschen Buchmarktes erschienen. Sie wurden in der DZB ins DAISY-Format gebracht und stehen nun allen blinden Nutzern zur kostenfreien Ausleihe in der Hörbücherei bereit. Rechtliche Grundlage dafür sind Änderungen des deutschen Urheberrechtes, die Anfang des Jahres in Kraft getreten sind. Damit ist es Blindenbüchereien erlaubt, kommerzielle Hörbücher zu daisyfizieren und barrierefrei zur Ausleihe anzubieten. Seit kurzem erweitern ca. 90 daisyfizierte kommerzielle Hörbücher das Angebot in der Hörbuchausleihe der DZB. Neben den Hörbüchern, die im Studio der DZB aufgelesen werden, wird es in Zukunft also auch ein wachsendes Angebot an kommerziellen Hörbüchern geben. Sie liegen in gekürzter bzw. ungekürzter Lesung vor.

Nachlese

Ein Festival, das in Erinnerung bleibt

Das Festival ist nun schon zwei Monate her, doch noch immer hören wir von begeisterten Teilnehmern, die von den vielen Veranstaltungen überall in Leipzig schwärmen. Es war eine tolle Stimmung in der Kongresshalle, im Zoo und auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz. Die Gäste fühlten sich wohl, auch dank der vielen Helfer des Begleitservices. An dieser Stelle möchten wir einige Mitwirkende und Organisatoren zu Wort kommen lassen, die vor und hinter den Kulissen agierten.

Barbara Fickert, Filmkritikerin und Kinoblindgängerin

Es hat mich sehr gefreut, dass ich als Vertreterin der Kinoblindgänger gGmbH an der Diskussionsrunde auf dem Podium zum Thema „Kino für Alle“ teilnehmen durfte. Besonders gefiel mir übrigens das musikalische Programm des Festivals. Da waren wirklich sehr gute Musiker und Musikerinnen auf den vielen Bühnen. Leider habe ich viel zu spät von den Aktivitäten tagsüber auf dem Leuschner-Platz erfahren. Sonst wäre ich schon einmal vor Beginn des Bühnenprogramms am Abend dort hingelaufen.

Sandra Plessing, Veranstaltungsmanagerin des Festivals

Am allerschönsten war für mich, den Wilhelm-Leuschner-Platz so bunt gefüllt mit begeisterten Menschen zu sehen, die alle gemeinsam feierten. Man plant so lange im Voraus, hat Ideen und setzt diese nach den gegebenen Möglichkeiten um, aber ob und wie das Programm am Ende ankommt und ob es überhaupt ausreichend Menschen anzieht, kann man bei einem solchen einmaligen Erlebnis nicht vorhersagen. Das hat mir nicht zuletzt auch die eine oder andere schlaflose Nacht bereitet. Die Fülle an Besucherinnen und Besucher auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz verbunden mit so viel positivem Feedback machten die Mühen und das Bangen dann aber wieder wett.

Jennifer Sonntag, Autorin, Moderatorin und Inklusionsbotschafterin

Es war bewegend für mich, meinen blinden, sehbehinderten und sehenden Mitaktivistinnen und Mitaktivisten beim Festival leibhaftig begegnet zu sein. Manchen Händedruck und impulsgebenden Satz speichere ich mir als Gedächtnisbild fest ab. Als Inklusionsbotschafterin und MDR-Moderatorin sah ich das Festival auch unter meinem langjährigen Credo: „Fernsehen und Nichtsehen widersprechen sich nicht!“, da ich helfen möchte, uns blinde Menschen auch medial aus der Unsichtbarkeit zu holen. In den Workshops war es wegen der Umgebungsgeräusche im Kongresszentrum für blinde Hörende oft zu laut, da es zwar optische, aber keine akustischen Trennwände gab.

Florian Eib, Sportjournalist und Moderator der Abendshow „Einmal mit allen, bitte“

Ich habe das LBF 2019 insgesamt als sehr gut organisierte Veranstaltung empfunden. Vor allem die Veranstaltungsorte waren genau richtig für dieses Festival. Ich hatte das Gefühl, dass sich die allermeisten Leute im Zoo und der Kongresshalle sehr wohl gefühlt haben – es ergab sich eine gemütliche, aber dennoch nicht zu abgeschiedene Atmosphäre, was aus meiner Sicht sehr gut passte. Die Programmangebote waren vielfältig, die Ausstellungsfläche in der Expo lud zum Austausch und Kennenlernen sowie Ausprobieren ein. Man hätte tatsächlich überlegen können, diese Ausstellungsfläche vielleicht auch für die Öffentlichkeit (ohne Anmeldung) zu öffnen. Es wäre sicher für viele Menschen interessant gewesen, etwas mehr über das Thema Sehbehinderung zu erfahren. 

Insgesamt habe ich das Festival als eine wunderbare Zusammenkunft mit vielen herzlichen Begegnungen empfunden. Ich habe viele neue Menschen kennengelernt und konnte mich sehr gut austauschen und auch vernetzen, sodass bei diesem Festival auch wieder neue Ideen für Projekte entstanden sind. 

Andreas Pflüger, Autor der Jenny-Aaron-Thriller-Reihe

Es war wieder einmal großartig. Ich fand, dass das Festival dieses Mal besser organisiert war als letztes Mal in Marburg. Es schienen mir vor allem mehr Helfer vom Begleitservice dazusein, täusche ich mich da? Für mich ist immer wieder berührend, wie viele Blinde mich kennen und ansprechen. Daraus ergeben sich tolle Gespräche, zum Beispiel mit Gerlinde Sämann, der Sopranistin, mit der ich jetzt in regem E-Mail-Austausch bin. Es ist auch immer eine Gelegenheit, Freunde und Bekannte zu treffen, ich genieße das sehr. Christian Spremberg und ich sind ja schon wie ein altes Ehepaar, das flutscht einfach mit uns. Kritik habe ich (leider) gar keine! Es war alles wunderbar.

Jana Weber, Mitarbeiterin des Festivalbüros

Mir hat ganz besonders die Stimmung während des Festivals gefallen - alle haben mitangepackt und so den Besucherinnen und Besuchern ein schönes Festival ermöglicht. Schön fand ich auch, dass viele blinde und sehbehinderte Gäste dem Festival richtig entgegengefiebert haben und sich darauf gefreut haben, Leipzig kennenzulernen und die vielen barrierefreien Angebote zu nutzen. Da herrschte richtige Vorfreude, die ansteckend war!

Vokuz, Rapper

Ich habe das Festival als eine sehr positive Erfahrung wahrgenommen, aus Künstlersicht war die Organisation sehr stimmig, der Sound gut und das Publikum hatte Lust auf die Show. Leider war es uns zeitlich nicht möglich noch eine andere Veranstaltung zu besuchen, dennoch hatte ich auch als Besucher das Gefühl, dass es allen gefallen hat und alles sehr harmonisch ablief, auch die Zusammenführung von Blinden und Sehenden hat aus meiner Sicht gut funktioniert.

Anja Lehmann, Mitarbeiterin der DZB

Für mich brachte das Louis-Braille-Festival ganz neue, spannende Aufgaben. So durfte ich in einem kleinen Film die Arbeit der DZB erklären. Es war schön, mit den Kollegen unseres Studios, denen ich sonst eher selten begegne, eine kleine Lesung zu gestalten. Für meine Arbeit waren die unmittelbaren Rückmeldungen von Nutzern wichtig, die ich beim Festival bekommen habe.

Interview

„Die besten Ideen kommen tatsächlich unvermittelt“

Ihr Buch „Unmöglich. Aber machbar. — Inklusion von sehbehinderten und blinden Schülern“ wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem 1. Preis des Sächsischen Staatspreises für Design 2016. Wenn das nichts ist! Antje Mönnig, Autorin des Buches und Kommunikationsdesignerin, arbeitet als Produktentwicklerin in der DZB. Hier ist im Frühjahr ihr taktiles Klappbilderbuch „Fühl mal, ein Tier!“ für Kinder ab sechs Jahren erschienen. Es ist das zweite von drei Büchern der Reihe „Klapperlapapp“. Über die Kinderbuch-Reihe und wie aus einer Idee, viel Recherche und Entwürfen ein taktiles Bilderbuch entsteht. Gabi Schulze im Gespräch mit Antje Mönnig.

Frau Mönnig, Sie sind Kommunikationsdesignerin. Eine Frage, die Ihnen vielleicht öfter gestellt wird: Was macht eine Kommunikationsdesignerin eigentlich?

Kommunikationsdesign umfasst ein sehr weites Feld: von Illustration über Fotografie, Typografie bis zu Informationsdesign und Editorial Design. Ich erarbeite größtenteils Konzepte für Printmedien, wie z.B. Kataloge und setze diese auch um. Die Arbeit in der DZB hat meinen Blick als Gestalterin erweitert. Vor allem Themen wie Barrierefreiheit und die Arbeit mit Material empfinde ich als enorme Bereicherung. Für mich ist es ein großes Geschenk in meiner Arbeit das zu tun, was ich gut kann und gern mache.

Woher nehmen Sie die Inspiration für ihre taktilen Bücher?

Die besten Ideen kommen tatsächlich unvermittelt. Das heißt aber nicht, dass sie mir einfach in den Schoß fallen. Meist führt viel Recherche und Konzeptarbeit dazu, dass ich sensibler für Kleinigkeiten werde und ganz alltägliche Situationen Inspiration und Geistesblitze liefern.

Ist die Idee geboren, wie geht es dann weiter mit der praktischen Umsetzung?

Für ein Konzept wie „Klapperlapapp“ recherchiere ich viel im Vorfeld. Mir hilft es Gedanken und Ziele zu verbalisieren, deshalb schreibe ich viel. Außerdem gibt es Kollegen und Netzwerkpartner, mit denen ich vorab Ideen bespreche und grundlegend vorfühle, ob eine Idee funktioniert. Danach geht es in die Visualisierung. Ich mache Entwürfe um die Idee in der DZB präsentieren zu können. Materialtests und Ansätze für die Produktion fließen dabei ebenso ein. Nach der Präsentation mit den Kollegen aus dem Verlag, der Buchbinderei und dem Verkauf finden deren Anregungen ebenfalls Eingang in die weitere Umsetzung. Für „Klapperlapapp“ erstellen wir außerdem mehrere Prototypen, die extern getestet werden. Das Feedback der zukünftigen Nutzer wird so direkt in die finale Produktion einbezogen.

Was ist das Wichtigste, wenn Sie an die innovative Gestaltung eines Tastbuches herangehen?

Die Idee, Produkte gemeinsam nutzen zu können und aus den Notwendigkeiten einiger Nutzer einen Mehrwert für alle zu schöpfen, ist ein wichtiges Anliegen. Außerdem ist die Produktion unserer Produkte sehr aufwändig, so dass bei aller Innovation nicht vergessen werden darf, dass vieles per Hand gemacht wird. Aufwand und Ergebnis sollten in einem ausgewogenen Verhältnis stehen, denn es soll ja möglichst viele Produkte geben.

Die beiden Bücher „Formen und Oberflächen“ und „Fühl mal, ein Tier!“ sind erschienen. Das dritte ist in Vorbereitung. Welche Merkmale vereinen die Bücher zu einer Reihe?

Der Name der Reihe ist Programm: Klapperlapapp. Es geht um das Klappen, denn die Seiten aller Bücher sind geteilt und es gilt eine passende Kombination zu finden. Außerdem soll geplappert werden. Durch den Mitmachcharakter gibt es jede Menge Gesprächsanlässe von Kindern und Erwachsenen. Die farbenfrohen Seiten und vielfältigen Materialien sind für alle kleinen und großen Leser mit oder ohne visuelle Einschränkung ein Genuss. Bei „Formen und Oberflächen“ nähern wir uns dem Tasten ganz grundlegend, bei „Fühl mal, ein Tier!“ wird es schon ein bisschen komplexer, und so viel sei verraten: Im dritten Buch geht es um Assoziationen. Außerdem haben wir vom ersten zum dritten eine Steigerung bei der Textmenge – die wächst sozusagen mit den Lesern mit.

Verraten Sie uns schon mal etwas zum dritten Klappbilderbuch der Reihe?

Ein kleiner Hinweis: Im Moment sitze ich an den Entwürfen, und bei den heißen Temperaturen sind die Bilder aus dem nächsten Buch wie eine kleine Abkühlung …

Warum können Sie Eltern und Lehrern „Fühl mal, ein Tier!“ wärmstens empfehlen?

Weil sich jeder einmal auf eine Tiersafari begeben sollte! Und wenn man die bekannten Tiere gefunden hat, warten ja noch Schnigel, Marienkröte oder Schafant darauf, entdeckt zu werden. Neben der liebevollen Verarbeitung ist gerade für diese Zielgruppe wichtig, dass das Buch Lust auf verschiedene Aktionen macht. Diese Vorschläge zu Mitmach-Aktionen sind für Eltern und Lehrer dem Buch beigelegt.

Am Schluss noch die Frage: Mit welchen Kinderbüchern sind Sie groß geworden?

Da gab es viele. Hier ein paar, an die ich mich gut erinnern kann: „Lilly macht Frühstück“, „Herr Dickbauch und Frau Dünnebein“, Geschichten von Elizabeth Shaw oder Wladimir Sutejew, Grimms Märchen, „Die drei lustigen Gesellen“, Andersens „Schneekönigin“. Ich habe viel vorgelesen bekommen und später auch selbst unheimlich viel gelesen.

Steckbrief

Antje Mönnig, Jahrgang 1982, studierte an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle Kommunikationsdesign und absolvierte den Master of Arts im Bereich Editorial Design. Heute ist sie im Verlag der DZB für Produktentwicklung zuständig. Außerdem arbeitet sie als Freiberuflerin im Bereich Kommunikationsdesign und ist als Dozentin tätig.

Ansonsten finden Sie sie zwischen Zucchini und Co. im Garten, auf vorzugsweise unbelebten Wanderwegen oder mit Familie on the road in einem feuerwehrroten T4. Die Leseaffinität als Jugendliche ist in den letzten Jahren durch Familie und Beruf etwas verloren gegangen, wird aber gerade wiederbelebt.

Durchgeblättert

Reliefkalender 2020 „Bienenfreunde“

Ob Frühjahrsblüher wie Christrose und Schneeglöckchen, Sommerblumen wie Roter Sonnenhut oder Clematis, Bäume wie Weide und Süßkirsche oder Kräuterpflanzen wie Rosmarin und Borretsch – sie alle haben Blüten, die Bienen hochwertigen Nektar und Pollen bieten. Der Reliefkalender 2020 „Bienenfreunde“ stellt Pflanzen in Gärten, auf Balkonen und Grünflächen vor, die als Bienenweide dienen und somit das Nahrungsangebot der fleißigen Honigsammlerinnen vermehren können. Die Blütenpracht bienenfreundlicher Stauden, Kräuter und Sträucher begleitet Sie ein Jahr lang in tastbaren Bildern und mit Texten in Braille- und großer Schrift. Erfreuen Sie sich Monat für Monat an den wunderschönen Blüten und deren taktilen Vielfalt, dem großzügigen Kalendarium mit Angabe der Feiertage und lesen Sie allerlei Wissenswertes über das Aussehen, die Blüte und Pflege der Pflanzen. Als besonderes Geschenk liegt dem Kalender eine Tüte mit Saatgut bei.

Der Kalender ist ein Muss für alle Garten-Liebhaber und Bienenfreunde!

Im Folgenden stellen wir Ihnen einige Pflanzen aus dem Reliefkalender vor.

Wussten Sie schon, dass …

… der Bienenfreund auch Bienenweide, Büschelblume oder Büschelschön genannt wird und als Bienenfutter, Bodenverbesserer und Futtermittel dient?

… in Japan frisch geschnittene Zweige der Winterblüte für die Neujahrsfeierlichkeiten in die Vase gestellt werden und dort als Glückssymbol gelten?

… Benediktinermönche die Pfingstrose von den Naturstandorten des Mittelmeerraumes über die Alpen in die mitteleuropäischen Klöster gebracht haben?

… man der Akelei im Mittelalter eine große liebesfördernde Wirkung zuschrieb und man sie deshalb auch Venuswagen nannte?

… die Süßkirsche in Europa bis zum nördlichen Kleinasien vorkommt und dass sie der Familie der Rosengewächse angehört?

… der Rote Sonnenhut ein Korbblütler ist und aus Amerika stammt?

… die Herbstzeitlose giftig ist?

… der Borretsch von Frühling bis Spätherbst blüht?

… man die Christrose nicht umsetzen sollte, damit sie von Jahr zu Jahr schöner wird?

Reliefkalender 2020: Format 26,5 x 33,5 cm als Ringblock mit Aufhängung, Verkauf 9688, 19,90 Euro

Unsere Buchempfehlung zum Kalender

Ursula Kopp: Die schönsten Pflanzen für Bienen & Hummeln
Hilfe für die Bienen: Wir haben den Bienen und Hummeln viel zu verdanken: würden sie die Pflanzen nicht bestäuben, hätten wir wenig zu essen und könnten uns nicht an reicher Blütenpracht erfreuen. Leider geht es diesen nützlichen Insekten gar nicht gut, aber wir können alle helfen, dass sie wieder genügend Futter finden. Wir müssen nur in unseren Gärten, auf unseren Balkonen und Terrassen möglichst viele der Pflanzen anbauen, die als Bienenweide dienen können. Welche dafür besonders geeignet sind und wie man sie anpflanzt und pflegt, zeigt dieses Buch.
1 Band, Kurzschrift, Ausleihe 18933, Verkauf 9846, Preis 12 Euro,
Kalender und Buch im Set: Verkauf 10176, 30 Euro

Herbstzeit - Kalenderzeit

Ab September sind unsere Kalender für 2020 erhältlich!

Der Neue: Abreißkalender 2020

Dieser Kalender gibt für jeden Tag des Jahres 2020 Auskunft über Tag, Monat, Wochentag, Kalenderwoche. Er informiert aber auch über Feier- und Gedenktag, Sonnenaufgangs- und -untergangszeit, die Mondphase und den Namenstag. Zusätzlich hält jedes Kalenderblatt auf der Rückseite großartige, wegweisende Gedanken und Zitate berühmter Persönlichkeiten bereit – 365 Mal im Jahr.

Der A4-große Kalender lässt sich aufhängen und findet über jedem Schreibtisch zu Hause oder an der Wand im Büro einen dekorativen Platz. Der Kalender ist aber auch eine originelle Geschenkidee für Freunde zum Geburtstag oder zu Weihnachten!

Vollschrift und MAXI-Druck (Datum 72pt, Monat und Tag 50pt, Text 20pt und 24pt), 734 Seiten (A4), gelocht, Ringordner, verpackt in vier Pakete (Versand quartalsweise), Bestellnummer 9837, Preis 35 Euro

Die Bewährten: kompakt und praktisch

Zu unserem Kalenderangebot gehören außerdem:

  • Taschenkalender in MAXI-Druck (CLASSIC und COMFORT)
    (20 und 31 pt, Zahlengröße 31 pt)
  • Neu! Taschenkalender COMFORT mit Kunstlederhülle: Bestellnummer 9955, 16,40 Euro
  • Taschenkalender in Brailleschrift (MAXI/FLEXI/MINI)
  • Neu! FLEXI mit Kunstlederhülle: Bestellnummer 9954, 16,40 Euro
  • Tischkalender in MAXI-Druck (26 bis 58 pt, Zahlengröße 58 pt)
  • Wandkalender in MAXI-Druck (36 bis 95 pt, Zahlengröße 123 pt)
  • Jahreswandkalender in Vollschrift (Folierelief mit Aufhängung)

Weitere Informationen unter www.dzblesen.de (Verkauf/Kalender). Bestellungen nehmen wir gern per E-Mail (verkauf@dzblesen.de) und per Telefon (0341 7113119) entgegen.

Gelesen und empfohlen

Keine Frau ihrer Zeit - Annette von Droste-Hülshoff

„Fräulein Nettes kurzer Sommer“ von Karen Duve – empfohlen von Caroline Schürer (Bibliothekarin)

Sie selbst soll gesagt haben, dass sie es bevorzugt „nach hundert Jahren noch gelesen“ zu werden, anstatt zu Lebzeiten eine berühmte Dichterin zu sein.

Stetig um gesellschaftliche und literarische Anerkennung ringend, war sie selbstbewusst genug, ihren literarischen Ruhm vorauszusehen. Dieses Selbstbewusstsein schmückte sie zudem mit aufmüpfiger Unangepasstheit – im tiefsten Biedermeier ein unerhörtes Verhalten. Statt sich mit Näharbeiten und seichter Konversation zu begnügen, lässt Duve ihre Heldin mit renitentem Verhalten und lautstarker Stimme ganze Männerrunden sprengen. Doch weder im familiären noch dichterischen Umfeld erfährt die junge Frau, die bereits Anfang 20 viel ihres literarischen Potenzials entfaltet, Anerkennung oder Rückhalt. Stattdessen gerät sie in eine Intrige, die sie kleinhalten und ausbremsen soll und die dazu führt, dass der einzige männliche Zeitgenosse, der ihr wohlwollend gegenübersteht, für immer aus ihrem Leben verschwindet.

Karin Duve hat einen gut lesbaren Roman geschrieben, in dem man die junge Droste und ihr dichterisches Umfeld (auch die Grimms und Heinrich Heine haben einen Auftritt) kennenlernt und der nebenbei ein gut recherchiertes Bild dieser Epoche darstellt.

1 CD DAISY (17:22 h), Ausleihe 45624
Sprecherin: Beate Reker (Westdeutsche Blindenhörbücherei e.V.)

Sex, Mord, Kannibalismus

„Der Werwolf von Hannover – Fritz Haarmann“ von Franziska Steinhauer – empfohlen von Liane Völlger (Bibliothekarin)

Fritz Haarmann gehört zu den größten Serienmördern der Geschichte. Bis heute ist unklar, wie viele junge Männer er tatsächlich umgebracht hat, bevor er im Sommer 1924 verhaftet und hingerichtet wurde. Angeblich hat Haarmann seinen Opfern nach dem Sex die Kehle durchgebissen, die Leichen zerstückelt und meist im Fluss entsorgt. Es kursierten auch Geschichten über Kannibalismus und Handel mit Menschenfleisch. Diesen und weiteren Gerüchten geht Steinhauer in ihrem „biographischen Kriminalroman“ nach und rekonstruiert dazu wichtige Stationen aus Haarmanns Leben. In Rückblicken wird seine Geschichte dabei auch immer wieder von ihm selbst erzählt. Es gelingt der Autorin, dem Leser einen Eindruck von der Gedanken- und Gefühlswelt Haarmanns zu vermitteln. Wie es tatsächlich in ihm aussah, bleibt bis heute spekulativ. Haarmann wurde zu Lebzeiten kaum psychologisch untersucht.

Der Krimi entwickelt seine eigene Dynamik und Spannung, obwohl die Geschichte des Serienmörders bekannt ist, sogar zum Thema eines sehr populären Songs dieser Zeit wurde. Insgesamt ein spannendes und äußerst kurzweiliges Lesevergnügen für weniger zartbesaitete Leser.

1 CD DAISY (8:10 h), Ausleihe 45238
Sprecher: Matthias Bega (DZB)

Technik getestet

Ich sehe was, was du nicht siehst, barrierefrei!

Ein neues Fernsehgerät, die Vorfreude auf Sendungen mit Audiodeskription und dann dieser Reinfall. Renate Böttger schildert ihre Erlebnisse mit dem technischen Kundenservice verschiedener Firmen und Institutionen.

Was versteht man unter "Audiodeskription"? Der Kandidat bei "Wer wird Millionär?" setzt den letzten Joker ein, wählt das Publikum und ... verliert das Spiel um 125 000 Euro.

Schätzungsweise 10 Prozent der Zuschauer glauben zu wissen, dass es sich um Sendungen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens handele, die mit Bildbeschreibung ausgestrahlt werden.

Seit 2013 erheben ARD und ZDF Gebühren für alle und garantieren neben hervorragendem Journalismus den barrierefreien Zugang zum Fernsehen für Menschen mit Seh- und Hörbehinderung. Aus meiner Sicht bietet barrierefreies Fernsehen für Betroffene die Möglichkeit, Fernsehen individuell zu erleben und zu genießen.

Made in Germany soll es sein, das neue Fernsehgerät, und ist ausschlaggebend für meine Kaufentscheidung im September 2018. Der deutsche Hersteller wirbt mit einem Produkt, bei dem modernste UHD-Empfangstechnik auf formvollendetes Design trifft. Tatsächlich fügt sich der neue Fernseher mit dem gediegenen Look in die Landschaft meines Wohnzimmers ein. Kurz erklärt mir der Fachhändler die Funktionalität des Gerätes und die Handhabung der übersichtlichen Fernbedienung. Vorsichtshalber sperrt er den Zugriff auf verschiedene Menüs. Meine Begeisterung für die moderne Technik hält sich dadurch in Grenzen. Erst zwei Monate später gelingt es, nach der Umstellung auf Fernsehen digital mit fachmännischer Hilfe die von mir gewünschten Einstellungen vorzunehmen. Die Einstellung "Audiodeskription" bleibt bei der ARD einschließlich ihrer Programme im Menü erhalten, mit einer Ausnahme, dem MDR.

Die gelbe Taste der Fernbedienung, die zur Tonspur führt und pfeilschnell die Audiodeskription aktiviert, wird zur täglichen Herausforderung, wenn der MDR Sendungen mit Bildbeschreibung ausstrahlt. Laut Aussage der Fachleute tritt das Problem hauptsächlich in Geräten deutscher Herstellerfirmen auf. Ich beginne mit der Ursachenforschung und lande im Hamsterrad: Fachhändler - Kabelanbieter - Sender MDR - Hersteller - Fachhändler (Vertretung in Sachsen) - Sender MDR - Fachhändler...

Micos und seine fränkischen Geschwister seien Sensibelchen, belehrt mich der Hobby-Psychologe des Kabelanbieters, als er kosten- aber wirkungslos das Antennenkabel und die -dose austauscht. Ich hätte mir besser den asiatischen Primus zugelegt.

Im Februar und Juni 2019 lerne ich am Telefon zwei nette Mitarbeiter des MDR aus dem Team des technischen Kundenservices kennen, zu deren Aufgabenbereich die Barrierefreiheit des Fernsehsenders gehört. "Obwohl Sie nichts sehen, gucken Sie Fernsehen?", wundern sich meine männlichen Gesprächsteilnehmer unabhängig voneinander. "Würden Sie mit einer Impotenz auf Sex verzichten?", reagiere ich auf die Taktlosigkeit und bin gespannt auf den weiteren Gesprächsverlauf. Der eine verhört mich wie ein Profiler zu meinen Fernsehgewohnheiten; der andere erläutert fachkompetent das technische Netzwerk. Schließlich versucht er mich davon zu überzeugen, dass der deutsche Hersteller seine Software dem Sendesignal anpassen müsse. Auf die Idee, dass ausgerechnet im Sendegebiet des MDR unbegründet der ständige Wechsel der Tonspur zur Barriere wird, kommen beide und versprechen, über eine technische Lösung nachzudenken.

Das Ergebnis des Telefongesprächs mit einem Mitarbeiter des Kundendienstes Technik im März 2019 ist eines führenden deutschen Unternehmens unwürdig und für den Hersteller erstklassiger Fernsehgeräte beschämend.

Audiodeskription nutzen doch Gehörlose? Wenn ich den Fernseher dieser Marke nicht bedienen könne, empfiehlt er, dann finde ich preiswertere Anbieter auf dem Markt. Als Alternativen zum Fernsehen schlägt er mir Gartenarbeit vor oder Musik im Radio zu hören.

Ich halte das Hamsterrad an und schreibe dem Unternehmen in Franken im Juni 2019 eine unmissverständliche E-Mail. Ein bedauernswerter Sachbearbeiter bedauert mich mehrfach im Auftrag. Er wird zum Ansprechpartner, kontaktiert zeitnah den Fachhändler und überrascht mit der Testversion einer neuen Softwareentwicklung.

Fazit: Ich, gebürtige Leipzigerin, einer sozialen Minderheit angehörig, des technischen Fachchinesisch nicht mächtig, darf als Testperson das Fernsehgerät eines deutschen Herstellers einschalten und ohne die gelbe Taste zu drücken, eine Sendung mit vorhandener Audiodeskription im MDR "schauen".

Übrigens, die Tonspur verliert sich im Sand Mitteldeutschlands, wo der schnelle Spurwechsel nur die Autofahrer stört.

Mein in Deutschland hergestelltes Fernsehgerät lacht über den ganzen Bildschirm und beweist, dass Technik Spaß macht. Sehe ich da neben dem MDR-Logo ein fröhlich grinsendes gelbes Smiley?

Fragebogen

Sechs Fragen – sechs Antworten

Mitarbeiter, Partner, auch Freunde der DZB antworten auf unsere Fragen. Diesmal: Petra Büttner (Relieftechnik/Verlag)

Was ist Ihre Aufgabe in der DZB?

Ich bin für die Herstellung unserer tastbaren Abbildungen verantwortlich, angefangen von der Zeichnung über die technische Umsetzung bis hin zur kompletten Matrize. Das ist eine Vorlage zum Vervielfältigen von Reliefs.

Ich fertige die verschiedensten Arten von Reliefs an, z. B. Papierreliefs, Schwellpapierreliefs, vor allem aber transparente Reliefs mit farbigen Illustrationen. Aus letzteren werden zum Beispiel auch Museumsführer, Mobilitätspläne, Atlanten, Gemälde, Kinderbücher und vieles mehr erstellt.

Welche Arbeit haben Sie gerade auf dem Tisch?

Im Moment arbeite ich gerade an einem Konzept für unseren neuen Reliefwandkalender 2021 und einem Orientierungsplan für die Leipziger Stadtbibliothek. Nebenbei fallen auch immer wieder Arbeiten für unsere taktilen Kinderbücher an, deren tastbare Abbildungen aus den verschiedensten Materialien bestehen.

In meiner Freizeit beschäftige ich mich am liebsten mit …

….. unserem Garten. Da gibt es immer etwas zu tun. Außerdem fahre ich gern Rad und spiele Badminton.

Welche drei Dinge würden Sie auf eine Insel mitnehmen?

Meinen Mann, einen Fotoapparat und einen Picknickkorb.

Haben Sie ein Buch, das Sie empfehlen können?

Die Robert Langdon-Buchreihe von Dan Brown. In den Thrillern „Illuminati“, „Sakrileg“, „Das verlorene Symbol“, „Inferno“ und „Origin“ geht es um den Symbolforscher Robert Langdon, der durch europäische Städte jagt und mysteriöse Rätsel lösen muss.

Ihr Lebensmotto?

Ein Lebensmotto habe ich nicht. Man sollte sich selbst treu bleiben und bewusster mit unsere Umwelt umgehen!!!

Rätsel

Machen Sie mit und gewinnen Sie!

Wir wollen wissen: Wie heißt das wichtigste Werkzeug einer Buchbinderin/eines Buchbinders?

Schicken Sie Ihre Antwort bis 5. November 2019 per E-Mail (presse@dzblesen.de) oder per Post an: DZB, Kennwort: Rätsel „in puncto DZB“, Gustav-Adolf-Straße 7, 04105 Leipzig

Das können Sie gewinnen: einen Reliefkalender 2020 „Bienenfreunde“.

Mitarbeiter der DZB können nicht teilnehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Auflösung aus 2/2019

Die richtige Antwort lautet: Bachsaal in der Kongresshalle am Zoo

Die glückliche Gewinnerin heißt: Regina Rosin. Herzlichen Glückwunsch!

Sudawo – Such das Wort

Suchen Sie das Wort, das sich aus allen 9 Buchstaben bilden lässt.
Beispiel: HLNAAMDBE
Lösung: Abendmahl

  1. HEHEACSCF
  2. ARIEGEERN
  3. SEBTÜHCIR

Auflösung siehe unten.
Weitere Rätsel finden Sie in „Sudawo“ (1 Bd., Vollschrift, BN-Verkauf 8154, 1 Bd., Kurzschrift, BN-Verkauf 8155, je 12 Euro).

Impressum

Herausgeber, Herstellung, Vertrieb

Deutsche Zentralbücherei für Blinde (DZB)
Gustav-Adolf-Straße 7, 04105 Leipzig
Tel.: 0341 7113-0, Fax: 0341 7113-125
E-Mail: info@dzblesen.de
www.dzblesen.de

Redaktion

Gabi Schulze
Tel.: 0341 7113-148, E-Mail: g.schulze@dzblesen.de

Abonnements, Anzeigen

Sylvia Thormann

Tel.: 0341 7113-120, E-Mail: abo@dzblesen.de

»in puncto DZB« wird vier Mal im Jahr kostenfrei per E-Mail versandt und online unter www.dzblesen.de veröffentlicht.

Die Zeitschrift erscheint kostenpflichtig wahlweise als CD DAISY sowie in Blindenkurzschrift.

  • Jahresbezugspreis Braille-Ausgabe: 9 Euro
  • Jahresbezugspreis CD DAISY: 9 Euro

Das kostenpflichtige Abonnement gilt jeweils für ein Jahr ab Bezugsbeginn und verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn es nicht spätestens mit einer Frist von drei Monaten vor Ablauf des Bezugszeitraums gekündigt wird.

Es gelten unsere AGB. Die vollständigen AGB finden Sie im Internet unter www.dzblesen.de/agb, auf Wunsch senden wir Ihnen diese gern zu.

DZB 2019

Spenden

Förderverein »Freunde der DZB e.V.«
Sparkasse Leipzig
IBAN DE44 8605 5592 1100 8300 10
BIC WELADE8LXXX

Auflösung Sudawo

  1. Chefsache
  2. reagieren
  3. Übersicht