in puncto dzb lesen - 01 / 2026
Ausgabe 01 / 2026
Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,
Bücher, Bücher und noch mehr Bücher: In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen den aktuellen Titelplan sowie die Bücher vor, die in diesem Jahr in Produktion gehen. Dazu gehört auch der aktuelle Roman „Die da oben“ von Anselm Oelze, den wir anlässlich der Leipziger Buchmesse zu einer hybriden Lesung in unser Haus eingeladen haben. Im Interview blickt Prof. Dr. Thomas Kahlisch, Direktor des dzb lesen, auf Projekte und Herausforderungen im Jahr 2025 zurück, nicht ohne uns seine aktuellen Lieblingsbücher zu verraten. Seien Sie ebenso gespannt auf die Buchtipps einiger unserer Mitarbeitenden, die wir nach ihren Buch-Highlights im Jahr 2025 gefragt haben. Auch unser nächster Gast im Porträt liest viel und ist von historischen Romanen, Kriminalromanen und Sachbüchern begeistert. Noch leidenschaftlicher aber spielt er Gitarre: Erfahren Sie mehr über den virtuosen Musiker Alejandro León Pellegrin!
Ich wünsche Ihnen nun eine informative und unterhaltsame Lektüre! Und genießen Sie die ersten warmen Frühlingstage!
Ihre Gabi Schulze
Redakteurin „in puncto dzb lesen“
Im Fokus
Titelplanung: Neue Bücher von Dan Brown, Ken Follett und Anne Stern
Jedes halbe Jahr erstellt der Verlag die Titelpläne für die Buchproduktion. Karsten Sachse (KS), der diese Aufgabe seit über 30 Jahren verantwortet und die Buchauswahlkommission leitet, tritt Mitte dieses Jahres in den Ruhestand. Antje Graf (AG) wird seine Aufgaben in Titelauswahl und -planung übernehmen. Mit beiden sprach Gabi Schulze über den aktuellen Titelplan und neue Bücher, die in Produktion gehen.
Für das erste Halbjahr dieses Jahres sind wieder viele Titel geplant, die in die verschiedenen Editionsformate übertragen werden. Wie erfolgt die Auswahl der Bücher für die halbjährlichen Titelpläne?
AG: Wir suchen gemeinsam als Team der Buchauswahlkommission aktuelle Bücher aus und berücksichtigen dabei auch gesellschaftlich relevante Themen, um ein inhaltlich breites Spektrum und vielfältiges Angebot zu schaffen. Zusätzlich schauen wir, ob die Bücher für eine Übertragung überhaupt geeignet sind.
KS: Wir werten regelmäßig die Frühjahres- und Herbstkataloge aus. Dabei sichten wir jeweils die Kataloge von etwa 100 Verlagen. Im Vergleich dazu: Es gibt ca. 3000 Verlage. Von der jährlichen Verlagsproduktion in Deutschland bringen wir also rund 0,3 Prozent in unsere Produktion. Dies verdeutlicht, wie wichtig eine sorgfältige Auswahl ist. Da wir nur begrenzt Inhalte anbieten können, versuchen wir eine große Anzahl von Menschen zu erreichen. Zugleich lassen wir auch individuelle Interessen nicht außer Acht. Das ist der Widerspruch, in dem wir agieren.
Könnt ihr den Auswahlprozess noch etwas genauer ausführen?
KS: Zunächst prüfen wir, ob die Bücher, die wir in den unterschiedlichen Editionsformen produzieren möchten, schon in einer Einrichtung des Medibus-Verbandes vorrätig sind, d. h. ob die Bücher schon ausleihbar sind oder sich derzeit in Produktion befinden.
Für die Hörbuchproduktion in unserem Studio suchen wir Bücher aus, von denen die Verlage noch kein kommerzielles Hörbuch hergestellt haben. Zudem wählen wir Titel vom kommerziellen Hörbuchmarkt aus, der in den letzten Jahrzehnten außerordentlich gewachsen ist. Diese Auswahl wird von uns in das DAISY-Format konvertiert. Unsere Hörerinnen und Hörer müssen also nicht auf Bestseller verzichten. Und im Gegensatz zu früher gibt es kaum noch gekürzte Fassungen, mittlerweile sind fast alle vollständig aufgesprochen.
AG: Neben der Auswahl der Titel im Braillebuch-Bereich legen wir bei der Planung fest, in welchen Editionsformen das Buch hergestellt werden soll: Vollschrift, Kurzschrift, Großdruck bzw. barrierefreies E-Book. Für jede Editionsform gelten unterschiedliche Anforderungen, die bei der Auswahl berücksichtigt werden müssen. Für die Produktion der Bücher in den verschiedenen Formaten erwerben wir vorwiegend E-Books im EPUB-Format. Bücher, die nicht als E-Book vorliegen, erfordern einen Scan, was sehr aufwändig und fehleranfällig ist. Das kann auch ein Ausschlusskriterium sein.
Welche Romane und Autoren im Braillebuch-Bereich könnt ihr aus dem Titelplan 1. Halbjahr 2026 empfehlen?
KS: Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass die Bücher, die wir hier empfehlen, noch nicht in der Ausleihe vorrätig sind, sondern erst produziert werden müssen. Das kann bis zu einem Jahr dauern. Wir möchten jedoch alle Bücherfans schon jetzt auf unsere Bücher neugierig machen und ihre Freude auf neuen Lesestoff wecken.
AG: Freuen können Sie sich, liebe Leserinnen und Leser, auf den aktuellen Roman von Dan Brown „The Secret of Secrets“, den sechsten Thriller um die Hauptfigur Robert Langdon. Diesmal ist er mit der Bewusstseinsforscherin Kathrine Salomon in Prag unterwegs (Braillekurzschrift und E-Book). Alle Ken Follett-Fans warten sicher schon auf „Stonehenge – Die Kathedrale der Zeit“. In seinem Roman geht der Autor in die Jungsteinzeit zurück und lässt statt Kathedralen einen Steinkreis als Zeitmesser bauen (Braillekurzschrift und E-Book). Weiterhin möchte ich an dieser Stelle noch Sebastian Fitzek mit „Horror-Date“ nennen (Braillekurzschrift und E-Book) und natürlich auch den achten Teil der Reihe „Fräulein Gold – Der Preis der Freiheit“ von Anne Stern empfehlen, der ab 14. April 2026 als Fortsetzungsroman im Abonnement erscheint, aber auch als Buch in Großdruck, in Braillekurz- und Braillevollschrift sowie als E-Book. Die Autorin haben wir übrigens mit ihrer neuen historischen Dresden-Romanreihe „Das Opernhaus: „Dunkel der Himmel, goldhell die Melodie“ im Titelplan gelistet. Es ist der erste Teil der Reihe und handelt von der wechselvollen Geschichte der Semperoper sowie von den berührenden Schicksalen vor und hinter den Kulissen. Er erscheint in Braillekurz- und Braillevollschrift, in Großdruck und als E-Book.
KS: Ergänzen möchte ich noch, dass unsere Auswahl auch die Preisträgerin des Deutschen Buchpreises 2025 Dorothee Elmiger mit „Die Holländerinnen“ berücksichtigt (alle Editionsformen), wie auch den Literaturnobelpreisträger 2025 László Krasznahorkai mit seiner Sammlung „Im Wahn der Anderen“ (Braillekurz- und Braillevollschrift).
Und welche Hörbücher im DAISY-Format sind empfehlenswert?
KS: Hier haben wir ebenfalls ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Romanen und Sachbüchern, die wir in unserem Studio als DAISY-Hörbuch produzieren. Da ist ein Karl Schlögel mit „Auf der Sandbank der Zeit“ dabei, der als Historiker die Geschichte Osteuropas vermittelt, die Umbrüche seit 1989 beobachtet und die Verschiebungen gesellschaftlicher und politischer Kräfteverhältnisse aufspürt. Aber auch eine Patricia Holland Moritz mit ihrem Roman „Kaßbergen“, die Coming-of-Age-Geschichte einer Jugendlichen in Chemnitz, ein Familienroman, der sich mit der DDR-Vergangenheit und den Wendejahren auseinandersetzt. Das interessiert unsere Hörerschaft sicher.
AG: Bleiben wir beim Thema Ost-West: Hier empfehle ich einen Kriminalroman, in dem eine Ostdeutsche und ein Westdeutscher ermitteln: „Mauer des Schweigens: die Akte Leipzig“ von Grit Poppe – ein faszinierender Krimi aus der Zeit der deutschen Wiedervereinigung. Ein anderer, ungewöhnlicher Familienroman ist „Das Wanderkind“ von Aude, der eine fast märchenhafte Geschichte einer Geschwisterbeziehung erzählt, eine Geschichte über die Symbiose von Zwillingsbrüdern, der eine groß, der andere klein und gebrechlich. Wer mehr über Laura Dahlmeier erfahren möchte, dem empfehle ich ihr Sachbuch „Wenn ich was mach, mach ich’s gscheid“.
Welche neuen Kriminalromane gibt es?
KS: Hier denke ich an einen Krimi mit Lokalkolorit: „Glutrotes Erzgebirge“ von Danielle Zinn, den wir in Braillekurzschrift und als E-Book produzieren. Das ist der zweite Teil einer Reihe, in der das Ermittlerduo Berghaus und Keller im idyllischen Crottendorf mit einem mysteriösen Brief und zwei Todesfällen konfrontiert werden.
AG: Alle, die historische Kriminalromane mögen, werden sicher eine fesselnde Lektüre in „Hotel Silber – neue Zeit, alte Schuld“ finden (Braillekurzschrift und E-Book). Kai Bliesener legt einen vielschichtigen Kriminalroman über ein bisher kaum erzähltes Kapitel der Nachkriegsgeschichte in Stuttgart vor.
Neu im Titelplan sind in diesem Halbjahr Bücher für den Literaturunterricht in der Schule, die in Großdruck und Braillekurz- und Braillevollschrift produziert werden. Welche Titel sind das?
AG: Dazu gehören zum Beispiel Christoph Heins „Landnahme“, Bov Bjergs „Auerhaus“, Irmgard Keuns „Das kunstseidene Mädchen“, aber auch Gotthold Ephraim Lessings „Nathan der Weise“ und Georg Büchners „Woyzeck“. Wir werden in jedem Halbjahr fünf Titel an Schulliteratur in den Produktionsplan aufnehmen, die in Großdruck und Brailleschrift erscheinen.
Vielen Dank für das Interview!
Kurz gemeldet
Neue Vorlesegeschichten in der Reihe „Kleine und große Wunder der Natur“
Anfang des Jahres sind drei weitere Bücher der neunteiligen Reihe „Kleine und große Wunder der Natur“ von Gabby Dawnay erschienen: Band 4 „Die magische Verwandlung der Frösche“, Band 5 „Das Internet des Waldes“ und Band 6 „Das Lied der Hirsche“.
Diese Vorlesegeschichten für Kinder ab sechs Jahren wecken die Neugier auf die Welt der Tiere und Pflanzen in der Natur. Die Autorin vermittelt detailliertes Sachwissen über das Leben rund um Wald, Teich und Wiese, und zwar für die gesamte Familie. In den drei neuen Bänden erfahren die jungen Leserinnen und Leser, was es mit Wackelpuddingbläschen und Fröschen auf sich hat, wie Bäume miteinander kommunizieren, welche Rolle Pilze dabei spielen und welche Aufgaben die Wächter des Waldes haben.
Band 4: 12469, Band 5: 12470, Band 6: 12472
Preis je Band: 15 Euro (netto)
Fräulein Gold ermittelt wieder: „Preis der Freiheit“
Freuen Sie sich in Band 8 auf ein Wiedersehen mit der Hebamme Hulda Gold und kehren Sie zurück in das turbulente Berlin, diesmal in die 1930er Jahre!
Im berüchtigten Frauengefängnis Barnimstraße kümmert sich Hulda Gold um inhaftierte schwangere Frauen und wird in die Aufklärung eines Mordes verwickelt. Eine verschüchterte hochschwangere Frau soll eine Insassin ermordet haben. Gemeinsam mit Kriminalkommissarin Irma Siegel beginnt Hulda Gold, die wahre Geschichte hinter den Gefängnismauern zu entdecken.
Der fesselnde historische Roman spielt vor dem Hintergrund politisch unruhiger Zeiten in Berlin und setzt die bewegenden Schicksale ihrer Protagonistinnen sowie die sozialen Spannungen in Szene. Er erscheint ab 14. April 2026 in Fortsetzungen und kann abonniert werden.
Format: Braillekurzschrift (gedruckt) und (digital, BRL-Datei)
Umfang: 8 Hefte
Preis: 10,80 Euro (gedruckt), 9,20 Euro (digital, BRL-Datei)
Vorbestellungen: abo@dzblesen.de oder telefonisch 0341 7113-120
Bitte vergessen Sie nicht, das gewünschte Format anzugeben.
Die drei Fragezeichen — Detektive mit Gänsehaut-Garantie!
Erleben Sie mit ihren Kindern und Enkeln die legendäre Detektivreihe „Die drei Fragezeichen“: Seit über 50 Jahren lösen Justus, Peter und Bob als beste Freunde mysteriöse Fälle — Spannung und Gänsehaut garantiert. Im Jahresabonnement enthalten sind die beiden aktuellen Titel „Das weiße Auge“ von Marco Sonnleitner und „Meister des Lichts“ von Christoph Dittert.
Bestellen Sie sich das Abo und genießen Sie fortlaufende, packende Detektivabenteuer für die ganze Familie.
Jahresabonnement: Start (1. Titel): 14. April 2026, Start (2. Titel): 6.Oktober 2026
Format: Braillekurzschrift (gedruckt) und (digital, BRL-Datei)
Gesamtumfang: 24 Hefte
Preis: 32,40 Euro (gedruckt), 27,60 Euro (digital, BRL-Datei)
Der Einstieg ist auch quartalsweise möglich!
Vorbestellungen: abo@dzblesen.de oder telefonisch 0341 7113-120
Bitte vergessen Sie nicht, das gewünschte Format anzugeben.
Interview
Das dzb lesen im Jahr 2025: ein Blick zurück und einer nach vorn
Digitale Braille-Ausleihe, barrierefreie E-Books, 200 Jahre Brailleschrift – im Folgenden gibt Prof. Dr. Thomas Kahlisch, Direktor des dzb lesen, Auskunft über die Herausforderungen in diesem Jahr, nicht ohne an die Höhepunkte des letzten Jahres zu erinnern.
Wenn Sie das letzte Jahr Revue passieren lassen, was waren Ihrer Meinung nach 2025 die wichtigsten Höhepunkte für das dzb lesen?
Das letzte Jahr war ein ganz besonderes Jahr. Mit dem Inkrafttreten des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes wurden wichtige politische Vorgaben geschaffen, die Verlage zur Bereitstellung barrierefreier digitaler Angebote verpflichten. Wir haben in den letzten fünf Jahren intensiv mit den Verlagen an diesem Thema gearbeitet und hierbei auch eigene Entwicklungen vorangetrieben. Gemeinsam mit den Medibus-Bibliotheken haben wir einen neuen Zentralkatalog aufgebaut, der nun auch digitale Brailletexte und barrierefreie EBooks im EPUBFormat zum Download anbietet. Im Frühjahr startete der BrailleDownload; im Sommer folgte der erste EBookDownload. Derzeit erweitern wir das Angebot kontinuierlich.
Im vergangenen Jahr haben wir außerdem die Website unseres Musikprojekts „Do it!“ freigeschaltet. Dort stehen nun barrierefreie Basis und Aufbaukurse für alle Musikinteressierten bereit, die ein Instrument ohne Noten erlernen möchten. Ergänzt werden die Kurse durch musiktheoretische Angebote wie Hörtraining und eine Einführung in den Quintenzirkel. Besonders erfreulich ist, dass die Lehrvideos nicht nur online abrufbar sind, sondern auch in unserer Hörbücherei als DAISYPublikationen aufgenommen wurden. So können die Kurse auch von Personen genutzt werden, die nicht im Internet unterwegs sind.
Ich möchte noch einmal auf das barrierefreie Ausleih- und Downloadsystem der M edibus -Bibliotheken zurückkommen. Wie ist da der aktuelle Stand?
Das neue zentrale Bibliothekssystem hilft den Medibus-Bibliotheken, Titel effektiv zu verwalten und leicht recherchierbar zu machen. In diesem Jahr arbeiten wir weiter daran, die Funktionen des Katalogs auszubauen und die Benutzerfreundlichkeit zu verbessern – unter anderem durch optimierte Suchfunktionen innerhalb der Katalogsuche.
Wir entwickeln außerdem eine einfache App-Version für Menschen, die wenig Erfahrung mit dem Internet oder Smartphone haben. Diese App wird lediglich über eine Start- und eine Stopptaste bedient, um das Buch ein- und auszuschalten. Zudem wird automatisch ein neues Buch bereitgestellt, sobald das vorige zu Ende gelesen ist.
Sie haben das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz erwähnt: Seit Juni 2025 sind die Verlage verpflichtet, E-Books und deren Vertriebswege barrierefrei zu gestalten. Das dzb lesen hat von Anfang an die Verlage dabei unterstützt. Sind Sie zufrieden mit der Arbeit der Taskforce Barrierefreiheit im Deutschen Börsenverein?
Ich bin sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit, die von Offenheit und Kollegialität geprägt ist. Bei auftretenden Problemen suchen wir gemeinsam nach Lösungen. Allerdings wird deutlich, dass noch nicht alle Verlagsprodukte barrierefrei sind und die Verlage gerade erst begonnen haben, diesen Weg zu beschreiten. Im belletristischen Bereich gibt es bereits viele gut funktionierende Angebote, während wir im Bereich der Bildungsmedien noch vor großen Herausforderungen stehen. Und hier sehe ich auch in den kommenden Jahren nur schrittweise Fortschritte. Diese Bücher barrierefrei zu gestalten, ist sehr aufwändig. Gerade auch, weil ein E-Book im Bereich Sach- bzw. Fachbuch heute kein einfaches E-Book ist, sondern in der Regel mit einer Internetseite verbunden ist, die komplexere Inhalte vermittelt, die dem Nutzer viel mehr Interaktion zur Verfügung stellt.
Welche Produkte aus dem dzb lesen, die letztes Jahr produziert wurden, möchten Sie an dieser Stelle noch einmal hervorheben?
Im vergangenen Jahr haben wir die ersten zwei Bände unseres fünfteiligen, tastbaren Tourismusführers „Unterwegs in Sachsen“ veröffentlicht. Ich freue mich, dass wir damit touristische Ziele in Sachsen taktil erfassbar und mit hohem Farbkontrast gestaltet präsentieren. In diesem Jahr folgen die drei weiteren Bände. Besonders einfallsreich finde ich die drei handlichen Bücher zu verschiedenen EmojiZeichen, die darin tastbar dargestellt werden. Auf den ersten Blick wirken Emojis banal — tatsächlich stehen hinter den kleinen Bildchen oft unterschiedliche Interpretationen, auch Fehlinterpretationen, die erklärt werden müssen.
Welche Veranstaltung, welches Treffen oder welche Begegnung aus dem Jahr 2025 bleibt Ihnen besonders positiv in Erinnerung?
Ein Ereignis, das mir besonders in Erinnerung geblieben ist, ist der Aktionstag „Fühl mal – mit inklusiven Medien in die Schule starten“, den wir im vergangenen November bereits zum zweiten Mal veranstaltet haben. Das unterstreicht das große Interesse der Pädagoginnen und Pädagogen an der Vielfalt unserer Angebote. Es ist zudem wichtig, die Produkte in unserem Hause zu präsentieren und mit den Lehrkräften über Anregungen, Ideen und mögliche Projekte zu diskutieren, die sich aus den Gesprächen und ihrem Feedback ergeben.
Eine weitere, sehr bereichernde Veranstaltung fand anlässlich des Jubiläums „200 Jahre Brailleschrift" in Stuttgart statt. Der Württembergische Blinden- und Sehbehindertenverband organisierte eine Lesung mit dem Autor Steffen Schroeder und seinem Roman „Der ewige Tanz". Das dzb lesen hatte dieses Buch dank der Unterstützung der Bezirksgruppe Stuttgart in Brailleschrift übertragen. Meine Anwesenheit führte zu vielen Gesprächen. Zahlreiche Menschen erinnerten sich daran, dass wir 2004 den Bestand der Brailleliteratur aus der damals geschlossenen Stuttgarter Bibliothek übernommen haben. Sie schätzen unsere Leseangebote sehr.
Welche wichtigen Aufgaben stehen 2026 für das dzb lesen an?
Nach den Vorgaben unserer Haushaltsführung und der Erstellung des neuen Wirtschaftsplans für den Doppelhaushalt 2027/2028 steht fest, dass wir extrem sparsam planen müssen. Ich kann jedoch mit Gewissheit sagen, dass die Finanzierung der Einrichtung gesichert ist und unser Förderverein in den kommenden Jahren zusätzlich einige Projekte unterstützen wird.
Zu den konkreten Aufgaben gehört die Entwicklung einer einfachen App, die ich bereits erwähnt habe. Darüber hinaus planen wir die Integration des postalischen Versands unserer Braillebücher in das neue Bibliothekssystem sowie eine Erweiterung des Nutzerservices. Die Herstellung unserer Braillebücher mit Spiralbindung und moderner Drucktechnik wurde von den Nutzern sehr positiv aufgenommen und wird fortgeführt. Auch die Verpackung der Zeitschriften mit Papierbanderolen hat sich als erfolgreich etabliert. An diesen Produktionsmaßnahmen werden wir in diesem Jahr weiterarbeiten.
Sie werden im Frühjahr 2027 das dzb lesen verlassen und ab April 2026 Ihren Nachfolger als zukünftigen Geschäftsführer einarbeiten …
Das Ministerium hat klar entschieden, wer mein Nachfolger sein wird: Marcel Graef wird neuer Geschäftsführer des dzb lesen. Herr Graef ist ein engagierter und aufgeschlossener Mensch mit umfangreicher Führungserfahrung in verschiedenen Softwareunternehmen. Er ist sehr nutzer- und kundenorientiert, und kann deshalb mit seinem Wissen in den Bereichen Betriebswirtschaft, IT, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz unsere Dienstleistungen zum Wohle unserer Nutzerschaft weiterentwickeln. Es bedarf neuer, moderner Ansätze, und ich bin überzeugt, dass wir mit Herrn Graef die richtige Person an unserer Seite haben. Ab April 2026 wird er sich intensiv in die fachlichen Themen unseres Hauses einarbeiten und die Bereiche Produktion, Bibliothek und Öffentlichkeitsarbeit kennenlernen. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit ihm einen Einarbeitungsplan zu entwickeln und umzusetzen.
Wie gewohnt am Ende unseres Interviews dürfen wir auf Ihre Buchempfehlungen gespannt sein …
Da möchte ich zuerst die Cormoran-Strike-Krimireihe von Robert Galbraith (Pseudonym von J.K. Rowling) empfehlen. Diese Krimis begeistern mich immer wieder. Sie sind etwas zynisch, aber auch politisch. Der achte Teil der Reihe „Der Tote mit dem Silberzeichen“ ist gerade erschienen, und den werde ich als Nächstes lesen. Zusätzlich möchte ich noch zwei Sachbücher hervorheben: Das erste, „Das Versagen“ von Georg Mascolo und Katja Gloger, habe ich bereits gelesen. Darin geht es um die deutsche Russlandpolitik der letzten Jahrzehnte – sachlich und kritisch aufgearbeitet sowie spannend erzählt. Das zweite Buch, „Das erwachsene Land“ von Holger Stark, lese ich zurzeit. Ein Buch über die Entwicklung der deutsch-amerikanischen Beziehungen. Es plädiert für ein selbstbewusstes Deutschland ohne zu große Abhängigkeiten von den USA. Eine kompetente Analyse, die ich sehr empfehlen kann!
Vielen Dank, Herr Kahlisch , für das Interview!
Nahaufnahme
Leipziger Buchmesse 2026: Lesung mit Anselm Oelze
Vom 19. bis 22. März 2026 strömen wieder tausende Menschen zur Leipziger Buchmesse, dem wichtigsten Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche. Auch das dzb lesen wird mit aktuellen Titeln dabei sein. Wir freuen uns auf zahlreiche Gäste an unserem Stand A215 in Halle 2.
Im Rahmen von „Leipzig liest“ findet am 19. März, 19 Uhr eine hybride Lesung mit Anselm Oelze, dem Autor des Buches „Die da oben“, im Haus des dzb lesen, Gustav-Adolf-Straße 7 in Leipzig, statt. Die Zugangsdaten für die digitale Lesung finden Sie auf www.dzblesen.de unter Veranstaltungen.
Den Roman können Sie in Kurzschrift und Großdruck ausleihen und kaufen.
„Die da oben“ von Anselm Oelze
Ein Buchtipp von Gabi Schulze
Ein Mietshaus mit charmanten Altbauwohnungen und einem einladenden Innenhof: Für die neu Hinzugezogenen scheinen gleich mehrere Wünsche in Erfüllung zu gehen, während für die Alteingesessenen so mancher Traum schon zerplatzt ist. Tess und Moyra, ein junges Paar Anfang 30, ziehen endlich in ihre gemeinsame Wohnung ein. Heike und Rolf leben seit über 30 Jahren hier und mussten ihren Getränkeladen im Erdgeschoss schließen; dort hat Tess jetzt ihre Schneiderei eröffnet.
Während Frühling, Sommer, Herbst und Winter eines Jahres vergehen, wird man Teil des Mikrokosmos der Hausgemeinschaft und erfährt mehr über das Zusammenleben sowie die Beziehungen der beiden Paare. Moyra sieht sich mit geplatzten Karriereplänen konfrontiert und sucht orientierungslos nach einem neuen Job. Tess hingegen kann ihren Traumberuf verwirklichen, ist jedoch in eine Affäre verwickelt, die ihre Beziehung gefährdet. Heike und Rolf haben mit ganz anderen Problemen zu kämpfen: Nachdem ihnen die Wohnung gekündigt wurde, fühlen sie sich verraten und aus der Gemeinschaft ausgeschlossen. Frustriert schimpfen sie über „die da oben“ und verbreiten Verschwörungstheorien. Moyra findet dieses Verhalten inakzeptabel, während Tess bereit ist, ihnen zu helfen.
Anselm Oelze ist ein ausgezeichneter Beobachter, der die Lebensentwürfe seiner Figuren, deren Sehnsucht nach einem erfüllten Leben, nach Liebe, Sicherheit und Selbstbestimmung anschaulich beschreibt. Er lässt die Lebensrealitäten zweier Generationen aufeinandertreffen und weist gleichzeitig auf die sich wandelnden städtischen Räume hin. Ein lesenswertes Buch, das zum Nachdenken anregt!
Vier Fragen an Anselm Oelze
Wie kamen Sie als Wissenschaftler und Philosoph dazu, Romane zu schreiben?
Ich hatte nie geplant, Schriftsteller zu werden. Aber während meines Philosophiestudiums stieß ich zufällig auf die Geschichte des britischen Naturforschers Alfred Wallace. Er hat im 19. Jahrhundert zeitgleich mit aber unabhängig von Charles Darwin auch die Evolutionstheorie entwickelt. Als ich mich näher mit ihm beschäftigte, stellte ich schnell fest: Das Leben dieses Mannes ist ein Roman! Und da noch niemand einen über ihn geschrieben hatte, dachte ich: Dann muss ich das eben tun. So wurde ich durch ihn unverhofft zum Schriftsteller, und es dauerte nicht lange, da kamen mir auch schon Ideen für weitere Romane.
Wo schreiben Sie am liebsten und wann sind Sie am produktivsten?
Als ich mit dem Schreiben anfing, war ich der Meinung, es bräuchte einen ganz besonderen Ort dafür. Deshalb zog ich mich für einige Monate nach Sizilien zurück. Dort war ich dann aber auch nicht produktiver als anderswo (im Gegenteil). Inzwischen weiß ich, dass es – wie in anderen Berufen auch – am wichtigsten ist, sich einfach jeden Tag zur gleichen Zeit hinzusetzen und zu arbeiten. Ich tue das in der Regel jeden Morgen um 8.30 Uhr an meinem Leipziger Schreibtisch. Und wenn ich dann bis zum Mittag einige Seiten geschrieben habe, bin ich bereits zufrieden. Den Nachmittag nutze ich dann meist fürs Recherchieren und Lesen, für E-Mails oder andere Büroaufgaben.
Was ist für Sie schwieriger, einen Roman zu beginnen oder ihn zu beenden? Und warum?
Mit dem Romaneschreiben ist es bei mir wie mit dem Kaltabduschen: Ich tue mich immer etwas schwer damit, anzufangen. Es fällt mir leicht, ein Ende zu finden, aber danach weiß ich jedes Mal: Wenn ich es nicht machen würde, ginge es mir nicht so gut, wie es mir geht, wenn ich es getan habe.
Was machen Sie am liebsten in Ihrer Freizeit?
Zum einen das, was ich auch auf Arbeit mache: Lesen, nur eben etwas andere Bücher als die, die ich für meine Schreibarbeit brauche. Zum anderen gehe ich schon seit meiner Jugend sehr gerne bouldern oder klettern, inzwischen zusammen mit meiner Tochter. Und in den Sommermonaten findet man mich, wie Moyra aus meinem letzten Roman, an einem Leipziger See. Ich verrate aber nicht, an welchem.
Porträt
Die Musik ist sein Wegbegleiter: Alejandro León Pellegrin
Die Wende 1989/1990 war für Alejandro León Pellegrin die Chance seines Lebens. Mit 18 Jahren hatte er gerade eine Ausbildung zum Klavierstimmer abgeschlossen, als die DDR zusammenbrach. Hätte dieses politische Ereignis fünf Jahre später stattgefunden, wäre er wahrscheinlich selbstständiger Klavierstimmer geworden. Stattdessen eröffnete sich für ihn plötzlich die Möglichkeit, sein Hobby zum Beruf zu machen. Er setzte alles auf eine Karte, investierte sein erspartes Geld in Musikequipment, in Notenmaterial und Instrumentalunterricht. Der Anfang 20-Jährige übte fünf Stunden am Tag auf der Gitarre, schulte sein musikalisches Gehör und frischte seine Klavierkenntnisse auf. Sein Ziel war ein Gitarrenstudium an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden. „Eigentlich wollte ich schon immer Musiker werden. Seit meinem fünften Lebensjahr habe ich verschiedene Instrumente gespielt: Klavier, Flöte, Akkordeon, hauptsächlich aber Gitarre. Die Gitarre war immer da“, erzählt er. „Zur Gitarre bin ich gekommen, weil meine älteren Geschwister und deren Freunde hobbymäßig Singer-Songwriter-Sachen gespielt haben.“ Er begann mit Songs von Bob Dylan, zunächst in Liedbegleitung und Fingerstyle. Meist spielte er nach Gehör, da es in der DDR kaum Noten zu kaufen gab.
Wie alles begann
In Chile 1971 geboren, kam Alejandro León Pellegrin im Alter von nur zwei Jahren mit seiner Familie 1973 in die damalige DDR, nach Dresden. Dort verbrachte er seine Kindheit sowie Jugend. Seine Mutter, die selbst Klavier spielte und sehr musikinteressiert war, förderte das musikalische Talent ihres Sohnes nach besten Kräften. So organisierte sie ihm nicht nur Gitarrensaiten, die Mangelware waren, sondern auch hin und wieder Klavier- und Gitarrenunterricht. In der DDR war es schwierig, an Musikinstrumente und Unterricht zu gelangen. Auf seine erste Gitarre musste Alejandro León Pellegrin fünf Jahre warten.
Die Aufnahmeprüfung an der Hochschule für Musik in Dresden bestand der inzwischen 23-Jährige 1994 im ersten Versuch. Fünf Jahre lang studierte er Gitarre mit dem Schwerpunkt Jazz und Weltmusik. Während dieser Zeit erhielt er Unterricht in Konzert- und E-Gitarre und meisterte zahlreiche Vorspiele sowie Prüfungen. Parallel zu seinem Studium sammelte er umfangreiche praktische Bühnen- und Konzerterfahrungen. Dabei intensivierte er seine Kontakte zu anderen Musikstudenten, mit denen er bereits vor Studienbeginn gespielt und erste kleine Projekte realisiert hatte. Diese Erfahrungen stärkten sein Selbstvertrauen auf der Bühne und ermöglichten ihm eine offene und natürliche Kommunikation mit dem Publikum.
Bühnen- und Konzerterfahrungen mit CAMiNHO
„Ich bin gern Musiker. Meine Musikprojekte und Konzerte machen mir auch nach 30 Jahren Berufserfahrung noch immer sehr viel Freude. Auf der Bühne spiele ich nicht nur einen Song nach dem anderen, sondern unterhalte mein Publikum. Zwischen den Songs erzähle ich mehr über mich, die Entstehung der Songs, über Komponisten, Stile und Epochen“, sagt der ambitionierte Gitarrist. „Mein Programm muss abwechslungsreich und die Moderation zwischen den Songs so interessant und witzig sein, dass die Menschen aufmerksam zuhören und einen Bezug zu meiner Musik haben.“
Noch während des Studiums gründete Alejandro León Pellegrin die Band CAMiNHO, mit der er vier Alben produziert hat und auch heute in wechselnder Besetzung unterwegs ist. CAMiNHO – das sind Bertram Quosdorf (Saxophon, Klarinette, Gesang), Michael Burkhardt (Bass, E-Bass), Eduardo Mota (Drums, Percussion) und Alejandro León Pellegrin (Gitarre und Gesang). Gemeinsam spielen die vier Berufsmusiker handgemachten modernen Latin-Sound, den der Bandleader und Gitarrist komponiert und arrangiert. „Ich habe die Band mit zwei Studenten gegründet, weil ich Lust hatte, südamerikanische Musik zu machen. Die Rhythmen haben mich schon immer begeistert. Lateinamerikanische Musik ist extrem vielseitig: Brasilianische Klänge wie der Bossa Nova oder Samba klingen völlig anders als traditionelle Musik aus Chile“, erklärt der Gitarrist.
Zwischen Latin-Sound, Klassik, Pop und Jazz
In seinen Kompositionen sind die lateinamerikanischen Wurzeln des Musikers deutlich spürbar. Doch auch andere Musikstile wie z. B. Pop, Klassik und Jazz haben ihn geprägt. „Ich konfiszierte früher sehr gern die Klassikplatten meiner Mutter und transportierte den Plattenspieler aus dem Wohnzimmer in mein Zimmer. Dort lauschte ich den Werken von Tschaikowski, Bach und Mozart“, schwärmt er nostalgisch. „Zudem hatte auch die Ostrockmusik einen großen Einfluss auf mich. Zum Jazz bin ich erst während meines Studiums gekommen.“ Seine ganz eigene Klangsprache entwickelte der Musiker durch das Experimentieren mit diesen Musikstilen.
Maßgeschneiderte Arrangements und virtuose Gitarrenklänge
Seit 1998 arbeitet Alejandro León Pellegrin als freiberuflicher Musiker in verschiedenen Formationen, für die er maßgeschneiderte Arrangements und Kompositionen erstellt sowie musikalische Projekte initiiert. Er ist mit dem Gitarrenduo León & Wirtz unterwegs und präsentiert virtuos mit seinem Partner Daniel Nikolas Wirtz eigene Gitarrenkompositionen, daneben aber auch Klassiker von Künstlern wie Chick Corea, Al di Meola oder Sting. Einen musikalischen Streifzug durch Worldmusic, Latin, Tango und Pop unternimmt er auch mit dem Gitarristen Frank D. Riedig, der neben der Gitarre auf der Querflöte musiziert. Aktuell arbeiten sie an einem Programm zur Ostrockmusik, das sie im Herbst 2026 an verschiedenen Veranstaltungsorten aufführen werden. Aber auch solo ist der Gitarrist mit einem vielseitigen Repertoire an lateinamerikanischen Songs unterwegs.
Musik ohne Grenzen mit Leidenschaft und Visionen
Noten hat Alejandro León Pellegrin schon immer eher auswendig gelernt, als dass er sie vom Blatt gespielt hätte, da er aufgrund einer Retinitis Pigmentosa von Geburt an nur eingeschränkt sehen kann. „Ich habe schon immer mit den Schwarzschriftnoten so ähnlich gearbeitet wie blinde Musiker mit den Braillenoten. Das heißt: vorher lernen und dann spielen.“
Um weiterhin Noten für seine Musikerkollegen schreiben zu können, widmet sich der Musiker derzeit intensiv dem barrierefreien Notensatzprogramm Musescore. Dieses Programm ermöglicht es, Noten über Gehör und Ansagen zu erstellen, zu bearbeiten und abzuspielen. Je nach Bedarf können Schwarzdruck- oder Braillenoten generiert werden. Zudem sucht der technikaffine Musiker auch für die Produktion seiner Songs nach barrierefreier Software, die seine Studio- und Aufnahmetechnik unterstützt, damit er seine Musik auch in Zukunft selbst aufnehmen kann.
„Die Entscheidung Musiker zu werden, war die beste in meinem Leben“, reflektiert der heute 54-Jährige. Neben seiner Leidenschaft für die Musik interessiert er sich auch für eine Vielzahl anderer Themen, darunter Geschichte, Psychologie und Literatur. Daher hat er noch viele Ideen, die er realisieren möchte. Vielleicht wird man ihn bald schon in einem Podcast hören. Wir sind gespannt!
Info: Am 7. März 2026, 19.30 Uhr, wird das Gitarrenduo León & Wirtz mit seinem Programm im Flussaufwärtssaal in Dresden, Laubegaster Ufer 29, zu erleben sein.
Nachgefragt
Was wir lesen – unsere Lieblingsbücher 2025
Welche Bücher lasen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem dzb lesen im Jahr 2025? Hier stellen sie ihre Lieblingsbücher vor.
Maria Exner (Hörbibliothek)
Max Scharnigg: Die Stille vor dem Biss: Angeln – eine rätselhafte Passion
Da ich letztes Jahr meinen Angelschein gemacht habe, um meinem 10-jährigen Sohn das Angeln zu ermöglichen, habe ich nach einem Buch über das Angeln gesucht und dieses außergewöhnliche Buch entdeckt. Es ist viel mehr als ein Buch über das Angeln. Es ist eine berührende und lustige Geschichte über die Leidenschaft des Angelns, die ein Vater mit seinem Sohn teilt. Es erzählt von gemeinsamen Abenteuern, Pannen, dem Anglerleben und der Natur. Es lässt einen schmunzeln, und nebenbei lernt man etwas über die Fische in unseren Gewässern und wie wichtig es ist, etwas Gemeinsames mit seinem Kind zu erleben. Es hat mich berührt und auch mein Sohn hat dieses Buch verschlungen. Die Vorfreude auf unsere gemeinsame Zeit an Sachsens Gewässern hat dieses Buch definitiv noch erhöht. Wer etwas über das Hobby am Wasser lernen und sich kurzweilig unterhalten lassen möchte, macht mit diesem Buch nichts verkehrt.
CD-DAISY (05:27 h), Ausleihe 59528
Cathrin Ruppert (Inklusives Publizieren)
Jasmin Schreiber: Der Mauersegler
Eins meiner Lesehighlights im Jahr 2025 war ein Buch, das ich bereits bei seinem Erscheinen 2021 schon mal gelesen habe. In „Der Mauersegler“ von Jasmin Schreiber ist die Hauptfigur Prometheus auf der Flucht: vor der Polizei, vor seinen Eltern, vor seiner Freundin – und vor sich selbst. Nach einer folgenschweren Entscheidung in der klinischen Forschung und dem Tod seines besten Freundes strandet er an einem dänischen Strand und bleibt buchstäblich im Sand stecken. Auf einem abgelegenen Ponyhof nehmen ihn die beiden Frauen Aslaug und Helle ohne Fragen auf und geben ihm Raum, sich seiner Schuld, seiner Trauer und seinem inneren Zusammenbruch endlich zu stellen.
Der Roman hat mich tief beeindruckt, weil die Autorin Schuld, Reue und Verlust mit einer radikalen Ehrlichkeit erzählt, die wehtut und zugleich tröstet. Ihre Sprache ist nah, rau und voller Wärme. Sie lässt Schmerz zu, ohne die Hoffnung zu verlieren. Über menschliche Emotionen schreibt im deutschsprachigen Raum meiner Meinung nach kaum jemand so schön wie Jasmin Schreiber, und genau deshalb ist „Der Mauersegler“, wie alle anderen Bücher der Autorin auch, trotz seiner Schwere immer wieder eine große Freude zu lesen.
3 Bände, Kurzschrift, Ausleihe 21916
3 Bände, Großdruck, Ausleihe 947
Krystian Furmanek (Studio)
Phillip Staab: Digitaler Kapitalismus
In „Digitaler Kapitalismus“ analysiert Phillip Staab, wie große digitale Plattformen (Amazon, Netflix u.a.) seit Jahrzehnten neue Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse schaffen und dabei klassische Marktmechanismen aushebeln. Er beschreibt präzise, wie Daten, Kontrolle über Infrastrukturen monopolartig zu zentralen Produktionsfaktoren geworden sind. Dabei wird deutlich, dass viele Entwicklungen, die heute als neu erscheinen, seit Langem Realität sind und unseren Alltag tiefgreifend prägen. Das Buch verbindet soziologische Theorie mit konkreten Beispielen aus Wirtschaft und Gesellschaft.
Besonders beeindruckt hat mich, wie verständlich Staab diese hochkomplexen und für Normalsterbliche teils absurd wirkenden Mechanismen darstellt. Obwohl es sich um eine wissenschaftliche Analyse handelt, nimmt er die Leserinnen und Leser konsequent mit und verliert nie den Bezug zur Lebensrealität. Als Hörbuch entfaltet das Werk zusätzlich eine große Wirkung, weil die Argumente vom Sprecher Enrico Petters klar strukturiert und gut nachvollziehbar gelesen werden.
CD-DAISY (11:35 h), Ausleihe 67215
Martin König (Digitale Barrierefreiheit/BIKOSAX)
Sibylle Berg: GRM
Der Roman „GRM“ ist eine düstere Zukunftsvision, die in Großbritannien spielt. Im Zentrum stehen vier Jugendliche aus prekären Verhältnissen, die sich der Gewalt und Aussichtslosigkeit nicht anpassen wollen. Technologie spielt in der Geschichte immer wieder eine zentrale Rolle: Permanente Datenerfassung, Gesichtserkennung, Gesundheits- und Verhaltenscores bestimmen den Zugang zu Wohnraum, Bildung und Arbeit. Abweichungen vom gewünschten Verhalten gelten als Störungen im System. Solidarität ist weitgehend verschwunden, Individualismus und Selbstoptimierung werden ideologisch erzwungen. Der Titel „GRM“ verweist auf die Musikrichtung Grime, die als emotionales und politisches Gegengewicht fungiert.
„GRM“ ist kein Zukunftsroman im klassischen Sinn, sondern eine zugespitzte Form aktueller Tendenzen. Die dargestellte Welt wirkt erschreckend nah und unbequem. Dies führt dazu, dass man sich nur an wenigen Stellen des Buches wirklich wohlfühlt, aber trotzdem nicht aufhören kann zu lesen, da die Geschichte der Jugendlichen mit den vielen Ereignissen immer wieder aufs Neue fesselt.
CD-DAISY (17:03 h), Ausleihe 55918
Seitenwechsel
In „Seitenwechsel“ kommen Nutzende des dzb lesen zu Wort. Sie haben von überall in Deutschland zu uns gefunden und nutzen unser Leseangebot. Hier stellen Sie sich vor.
Bettina Hanke: “Zum Schreiben bin ich über das Lesen und Vorlesen gekommen“
Frau Hanke, bitte stellen Sie sich kurz vor!
Mein Name ist Bettina Hanke und ich wohne mit meinem Mann und unseren drei Kindern in einer kleinen Stadt im Landkreis Hof. Seit bei mir eine Netzhauterkrankung vorliegt, bin ich nicht mehr berufstätig. Die Erkrankung wurde während der Erziehungszeit mit dem zweiten Kind sichtbar und nach dem Ende dieser war eine Umschulung im Berufsförderungswerk mit zwei Kindergartenkindern leider nicht möglich. Deswegen habe ich mich auf die Care-Arbeit beschränkt, habe trotz Seheinschränkung die Hausaufgabenbetreuung übernommen und war/bin für den Haushalt zuständig. Das ist bei fünf Personen eine ganze Menge.
Warum nutzen Sie das dzb lesen? Was verbindet Sie persönlich mit unserem Haus?
Das dzb lesen habe ich entdeckt, als ich mir vor neun Jahren die Brailleschrift im Selbststudium aneignete. Als ich Ostern 2017 die Vollschrift so einigermaßen beherrschte, suchte ich nach Literatur zum Weiterüben und meldete mich in Ihrem Haus in Leipzig als Nutzerin sowohl für die Braillebibliothek wie auch für die Hörbücherei an. Da die meisten Braillebücher nur in Kurzschrift vorlagen, war das für mich eine starke Motivation, mir schnellstmöglich auch die Kurzschrift anzueignen.
Hörbücher leihe ich mir regelmäßig im Download aus, gedruckte Braillebücher hin und wieder. Allerdings lese ich täglich Braille: Seit einigen Jahren bin ich Abonnentin des „Literaturtreff“ und lasse mich immer wieder positiv von Büchern überraschen, die ich mir allein anhand des Titels und des Klappentextes wohl nicht ausgeliehen hätte. Mir gefällt auch das Format mit den etwa 60-seitigen Heften, die man leicht überall mit hinnehmen kann. Aktuell habe ich zudem zwei Zeitschriften in gedruckter Brailleschrift abonniert.
Welchen Bereich im dzb lesen würden Sie gern mal kennenlernen und warum?
Tatsächlich habe ich das dzb lesen 2024 zum Tag der offenen Tür gemeinsam mit meinem Mann besucht und in die Brailledruckerei sowie in ein Aufnahmestudio hineingeschnuppert. Wie Reliefs entstehen, haben wir uns nicht angeschaut; das würde mich ebenfalls interessieren. Und vielleicht die sicherlich enorme Größe des Lagers für die Braille-Ausleihe…
In Ihrer Freizeit schreiben Sie und gehören zum Literaturkreis BLAutor, der Gemeinschaft seheingeschränkter und blinder Autorinnen und Autoren. Erzählen Sie mehr über Ihr Hobby und den Literaturkreis.
Zum Schreiben bin ich über das Lesen und Vorlesen gekommen. Als mein Sehvermögen nicht mehr zum Vorlesen ausreichte, erfand ich selber Gute-Nacht-Geschichten für den Nachwuchs. Der nächste Schritt war das Schreiben. Wobei ich mich da nicht mehr auf Kindergeschichten beschränkte.
Bei den BLAutoren bin ich seit Anfang 2015 Mitglied. Hier finde ich Gleichgesinnte, mit denen ich mich rund ums Thema Schreiben austauschen kann. Wir haben eine interne Hörzeitschrift, die sechs Mal im Jahr erscheint und auf der wir unsere Texte den anderen vorstellen können, Buchtipps geben oder auch etwas übers Schreibhandwerk und Schreibtechniken erfahren. Für jede Litera legen wir ein Thema fest, zu dem wir Geschichten oder Gedichte verfassen dürfen, aber nicht müssen. Alles ist freiwillig. Und wir veranstalten zweimal jährlich einen internen Schreibwettbewerb.
Wer mehr über uns erfahren möchte, der findet auf unserer Website www.blautor.de Infos rund um BLAutor. Natürlich findet sich dort auch eine Auswahl unserer Geschichten und Gedichte.
Erwähnen möchte ich noch, dass wir bereits drei Anthologien herausgebracht haben, an denen ich mich jeweils beteiligt habe. Diese sind allesamt im dzb lesen als Hörbücher ausleihbar, dürfen aber auch gerne als E-Books im Onlineshop der Wahl käuflich erworben oder als gedrucktes Buch zum Verschenken an Sehende fleißig im Buchhandel gekauft werden.
Erschienen sind sie im EPV Verlag Hattingen, und Herausgeber ist immer Dieter Kleffner, unser BLAutor-Sprecher. Die Titel der drei Anthologien lauten: „Farbenfrohe Dunkelheit“ (60285), „Abenteuerliche Anekdoten blind erlebt“ (66933) und „Blind verliebt“ (67459). Die neueste Anthologie „Blind verliebt“ wurde sogar im dzb lesen aufgesprochen.
Haben Sie für Ihre Recherchen beim Schreiben schon einmal Literatur aus dem dzb lesen genutzt?
Recherche im engeren Sinne habe ich bislang mithilfe der Ausleihe noch nicht betrieben. Aber bei Büchern, die ich als besonders spannend und mitreißend empfinde, sehe ich mir genauer an, mit welchen Mitteln die Autoren arbeiten. Dabei habe ich viel für mein eigenes Schreiben gelernt. Und es gibt sogar Bücher übers Schreiben im dzb lesen. So habe ich mir vor längerem „Leben, schreiben, atmen“ von Doris Dörrie ausgeliehen, „Die Geschichten in uns“ von Benedict Wells steht auf meiner Merkliste.
Wenn auch Sie an dieser Stelle unsere Fragen gern beantworten möchten, dann schreiben Sie uns: presse@dzblesen.de oder rufen uns unter 0341 7113-148 an.
Technik getestet
Die App „Seeing Assistant Go“
Es gibt zahlreiche Apps zum Thema Navigation und Orientierung. Die wenigsten sind dabei für die Anwendung mit Screenreadern wie VoiceOver oder TalkBack und Vergrößerungsoptionen geeignet. Inzwischen wurden auch speziell für diesen Nutzerkreis zahlreiche Apps entwickelt, die, so meine Ansicht, alle ihre Vor- und auch Nachteile haben. Die heute hier von mir vorgestellte App „Seeing Assistent Go“ wurde speziell für blinde und sehbehinderte Menschen entwickelt, um die Orientierung in der Umgebung zu verbessern und mehr Unabhängigkeit im Alltag zu ermöglichen.
Was ist „Seeing Assistant Go?“
„Seeing Assistant Go“ ist eine kostenlose mobile App für iPhone und Android-Geräte, die die Position des Smartphones und die Richtung des Gerätes nutzt, um Informationen über die Umgebung zu vermitteln. Damit unterstützt sie die räumliche Orientierung – zum Beispiel bei Reisen, beim Erkunden unbekannter Orte oder beim täglichen Weg von A nach B. Die App basiert auf Kartendaten, sie erkennt keine Hindernisse in Echtzeit vor Ort (z. B. Baustellen oder Bordsteinkanten). Sie sollte daher als Ergänzung zu bestehenden Orientierungstechniken verwendet werden, nicht als alleiniger Navigationsersatz.
Die App bietet zwei Betriebsmodi: Neben dem einfachen Modus steht ein erweiterter Modus für fortgeschrittene Anwender zur Verfügung. Für Menschen, die (noch) nicht so viel Erfahrung mit Orientierungsapps haben, bietet sich an, zunächst den einfachen Modus zu testen. Problemlos kann man den erweiterten Modus jederzeit zuschalten.
Bedienbarkeit
Die Screenreader TalkBack und VoiceOver (Sprachausgabe für Android und IOS) können problemlos mit der App umgehen, da diese ja auch direkt für den Anwenderkreis entwickelt wurde. Auch die klare und kontrastreiche Gestaltung der App wird viele sehbehinderte Menschen erfreuen.
Hauptfunktionen der App
Auf der Startseite finden sich zwei Spalten mit verschiedenen Menüs, u. a. Standortbestimmung, Umgebungserkundung, Kompass, Einstellungen und Hilfe. Bei der Umgebungserkundung kann man zwischen Objekten und Kategorien auswählen. Man kann sich z. B. die Straßen in 1 km Umkreis von seinem Standort ansagen lassen oder Geschäfte oder Restaurants. Es gibt sehr viele Kategorien. Ich saß zu Hause und habe mit der Umgebungsoption mein eigenes Wohngebiet vollkommen neu kennengelernt: Welche Sportplätze sind in der Nähe? Ist es die Schwarze oder Weiße Elster, an der ich wohne? Sogar die Namen der vielen Gartenwege hier in der Nähe sind aufgelistet. Ist man in unbekannter Umgebung, kann man sich so ein Bild von der näheren Umgebung machen: Wo kann ich einkaufen? Wo ist die nächste Apotheke?
Man kann Routen erstellen. Das fiel mir etwas schwer, weil ich es nicht gewohnt bin, mit einer Navigationsapp zu gehen. Aber bei all diesen Dingen hilft das für meine Begriffe sehr gute Tutorial, dass sich unter der Option „Hilfe“ finden lässt.
Das bieten andere Apps auch, mag der ein oder andere sagen. Ja, natürlich gibt es, wie eingangs erwähnt, eine Reihe von Navigationsmöglichkeiten. Die App Voice vista, leider nur für IOS verfügbar, setzt mehr auf akustische Benachrichtigung. Ich mag die klassische Gestaltung von „Seeing Assistent Go“. Man kann sich auch mit Menschen, die das jeweils andere System nutzen (Android oder IOS) austauschen. Ich kann also meinen Standort mit meinem Partner teilen, obwohl er vielleicht ein iPhone oder ein Android-Smartphone besitzt. Ressourcenschonend finde ich auch die Möglichkeit der offline-Nutzung.
Für mich ist es eine ganz neue Form, die Welt zu entdecken. Neulich saß ich im Zug und ließ die App laufen. Bei der Einfahrt nach Berlin hatte ich zum ersten Mal eine Vorstellung, wo ich genau vorbeifuhr. Das habe ich auch bei der Fahrt mit der Leipziger Straßenbahn erlebt. Sollten dort einmal die Ansagen ausfallen, ich wüsste jetzt immer, an welcher Haltestelle ich bin. Gleiches geht wohl auch im Auto oder Taxi. Ich habe die App, auch im Hinblick auf diesen Artikel, für Sie, liebe Leserinnen und Leser, eine ganze Weile getestet, und es gäbe noch viel zu sagen. Sicher macht auch diese App Fehler und ist ungenau. Aber im Großen und Ganzen wird sie mir auch zukünftig eine echte Orientierungshilfe sein. Mit dem Wissen um diese App fühle ich mich einfach nicht mehr so verloren, wenn ich allein unterwegs bin und mich doch mal verlaufen habe. Und ich kann viel Neues entdecken.
Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich gern an mich, meine Kollegin Liane Völlger (0341 7113-200) oder meinen Kollegen Erol Sakinc (0431 7113-179). Oder Sie schreiben uns eine Mail an louis@dzblesen.de. Wir freuen uns über Ihre Meinungen und ihre Rückmeldung.
Fragebogen
Sechs Fragen – sechs Antworten
Was ist Ihre Aufgabe im dzb lesen?
Ich bin die Leiterin der Überwachungsstelle für Barrierefreiheit von Informationstechnik im Freistaat Sachsen (BfIT Sachsen). Die Überwachungsstelle ist die gesetzlich beauftragte Stelle zur Überwachung der Barrierefreiheit von Webseiten und mobilen Anwendungen öffentlicher Stellen im Freistaat Sachsen.
Zudem habe ich im Juli 2025 die Leitung der neu gegründeten Fachgruppe „Digitale Barrierefreiheit“ übernommen.
Welche Arbeit haben Sie gerade auf dem Tisch?
Aktuell arbeite ich am ersten Jahresbericht unserer Fachgruppe, an der Planung der Klausurtagung der Überwachungs- und Durchsetzungsstellen, die 2026 erstmals in Leipzig stattfindet, und selbstverständlich auch an Überwachungsprüfungen. Schließlich wollen und müssen wir auch im Jahr 2026 unsere Zielzahlen als Überwachungsstelle erreichen.
In meiner Freizeit beschäftige ich mich am liebsten mit …
… meinem Hund, Motorradfahren, nerdigen Technikvideos zu Motorrädern oder KI, Gartenpflanzen und meinen Terrarien.
Welche drei Dinge würden Sie auf eine Insel mitnehmen?
Meinen Mann, meinen Hund und etwas zum Basteln oder Tüfteln.
Haben Sie ein Buch, das Sie empfehlen können?
Durch meine Arbeit sitze ich viel vor dem Rechner, deshalb bleibt im Alltag oft wenig Muse für Bücher. Umso mehr genieße ich das Lesen im Urlaub oder an ruhigen Wochenenden. 2024 habe ich bei der Leipziger Kriminacht Tatjana Kruse kennengelernt. Sie ist der Grund, warum ich mir nach langer Zeit wieder ein „echtes“ Buch gekauft habe. Wenn ich ein Buch empfehle, dann einen ihrer Krimis (oder wie sie selbst sagt „Krimödien“). Sie sind nicht hochintellektuell, aber wunderbar kurzweilig.
Ihr Lebensmotto?
Lernen hört niemals auf. Und es ist nie zu spät, Dinge einfach zu machen, Neues auszuprobieren oder sich die drei Kugeln Eis zu gönnen, die man sich als Kind immer vorgenommen hat.
Rätsel
Machen Sie mit und gewinnen Sie!
Wir wollen wissen: Der wie vielte Teil aus der Reihe „Fräulein Gold“ erscheint im dzb lesen am 14. April 2026 in Fortsetzungen?
Schicken Sie Ihre Antwort bis zum 5. Mai 2026 per E-Mail (presse@dzblesen.de) oder per Post an: dzb lesen, Kennwort: Rätsel „in puncto dzb lesen“, Gustav-Adolf-Straße 7, 04105 Leipzig.
Das können Sie gewinnen: ein Abonnement von „Fräulein Gold: Der Preis der Freiheit“ (8 Hefte: gedruckt oder digital) oder ein tastbares Emoji-Büchlein
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des dzb lesen können nicht teilnehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Auflösung aus 4/2025
Die richtige Antwort lautet: Marlene. Die glückliche Gewinnerin heißt: Regina Rosin. Herzlichen Glückwunsch!
Gewinner eines kostenfreien Abonnements des „Literaturtreff“ 2026:
Thorsten Wolf. Herzlichen Glückwunsch!
Impressum
Herausgeber, Herstellung, Vertrieb
Deutsches Zentrum für barrierefreies Lesen (dzb lesen)
Gustav-Adolf-Straße 7, 04105 Leipzig
Telefon: 0341 7113-0
info@dzblesen.de, www.dzblesen.de
Redaktion
Gabi Schulze
Telefon: 0341 7113-148
g.schulze@dzblesen.de
Abonnements, Anzeigen
Telefon: 0341 7113-120
abo@dzblesen.de
„in puncto dzb lesen“ erscheint viermal im Jahr kostenfrei per E-Mail, online unter www.dzblesen.de, im Format DAISY digital sowie in Braille-Kurzschrift digital. Kostenpflichtig erscheint die Zeitschrift im Format DAISY als CD sowie in Braille-Kurzschrift gedruckt. Das kostenpflichtige Abonnement gilt für ein Jahr ab Bezugsbeginn und kann anschließend jederzeit monatlich gekündigt werden. Es gelten die AGB des dzb lesen, die vollständig unter www.dzblesen.de/agb einsehbar sind. Auf Wunsch senden wir die AGB gern zu.
dzb lesen 2026
Danke Freunde!
dzb lesen wird unterstützt vom Förderverein „Freunde des barrierefreien Lesens e.V.“
Alle Infos: www.barrierefreies-lesen.de
Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft
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